Adler 07 empfängt Spitzenreiter, JC 66 kämpft in Duisburg

Die Frauen von Adler 07 empfangen in der Dieter-Renz-Halle den Tabellenführer SUA Witten.
Die Frauen von Adler 07 empfangen in der Dieter-Renz-Halle den Tabellenführer SUA Witten.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Am dritten Kampftag gehen die Judoka von Adler 07 als Außenseiter auf die Matte, wenn der Spitzenreiter aus Witten in Bottrop gastiert. Der JC 66 will in Duisburg siegen.

Bottrop..  Auch der dritte Kampftag der Judo-Bundesliga der Frauen wird ein spannender: Die Judoka der DJK Adler 07 empfangen am heutigen Samstag den Tabellenführer aus Witten, während der JC 66 beim PSV Duisburg den ersten Saisonsieg einfahren will.

DJK Adler 07

Zwei Kämpfe, zwei Niederlagen – eine Bilanz, die kaum für Jubelstürme sorgt, die aber auch nicht wirklich überrascht. Immerhin bekam es der Bottroper Bundesliga-Neuling gleich mit dem JC Mönchengladbach und der PSG Brandenburg zu tun. Zwei Teams, die nicht gerade als schwach gelten. Doch alles, was gegen Gladbach bei der knappen 6:8-Niederlage noch gut lief, sah bei der 3:10-Klatsche in Brandenburg schon wieder anders aus. „Unsere Vorgabe hat weiter Bestand: Wir ärgern uns nicht, wenn es nicht klappt“, sagt Adler-Trainer Ulf Hermanns. Als Aufsteiger sind die Adler immer Außenseiter – egal, wer da kommt. Vor allem heute, wenn die Sport-Union Annen aus Witten ab 16 Uhr in der Dieter-Renz-Halle auf der Matte steht. Die Wittener sind bisher ungeschlagen und „in allen Gewichtsklassen sehr gut besetzt“, weiß Hermanns. „Da müssen wir uns nichts vormachen: Tritt Witten in voller Stärke an, ist das Team eines der besten unserer Ligagruppe.“ Wie wahr, die Wittenerinnen starteten mit Siegen über den Bottroper JC 66 (7:5) und den PSV Duisburg (10:4) in die Meisterschaftsrunde und können das Ticket zur DM-Endrunde schon fast buchen.

Doch auch auf Seiten der Adler gibt es Lichtblicke. Evelien Donkers (-70 kg) ist noch ungeschlagen, auch Joana Euwens (-57 kg) gab sich in ihren bisherigen drei Kämpfen keine Blöße. „Das tut dem ganzen Team gut“, weiß der Trainer. „Die Mädels werden wieder alles geben und eine gute Show liefern. Ich vertraue dem Team.“

JC 66 Bottrop

Sie wussten, dass es eine schwere Saison werden würde. Dass es um den Klassenerhalt und nicht um die Teilnahme an der DM-Endrunde gehen würde. Dennoch war gerade die 4:9-Pleite gegen Mönchengladbach vor zwei Wochen eine schmerzhafte. Die Chancen auf Siege für den Klassenerhalt sind rar gesät in der sechs Mannschaften starken Nord-Gruppe, und so stehen die 66er unter Zugzwang. Heute treten sie beim Aufsteiger PSV Duisburg an der Großenbaumer Allee an. „Ich denke, dass wir dort gute Chancen haben“, sagt JC-Trainer Christoph Paris.

Ein wenig überraschend schlugen die Duisburgerinnen beim Erstliga-Premierenkampf die PSG Brandenburg und haben somit schon einen Sieg auf dem Konto. Gerade in den Gewichtsklassen bis 63 und bis 70 Kilogramm ist der PSV durch die Schwestern Lara und Lea Alina Reimann und Julia Bente Malcherek stark besetzt. In den unteren und in den hohen Gewichtsklassen dürfte der JC 66 allerdings die Nase vorne haben – zumindest vom Papier her.

Auf Kapitän Julia Rotthoff müssen die Bottroperinnen wohl verzichten, aber Alternativen stehen bereit. Der Sieg hätte auch psychologisch eine große Wirkung: Immerhin steht im Anschluss die lange Sommerpause an, die sich mit einem Sieg auf dem Konto entspannter angehen lässt. Danach kommt es dann am 5. September zum Derby gegen die Adler. Paris: „Da wollen wir in Bottrop einen Showdown um den Klassenerhalt auf jeden Fall vermeiden.“