Achtungserfolg zum Saisonabschluss

Die Unterwasserrugby-Spielgemeinschaft DUC Bottrop/TSG Kirchhellen schloss die Saison in der Bundesliga West auf Platz vier ab.
Die Unterwasserrugby-Spielgemeinschaft DUC Bottrop/TSG Kirchhellen schloss die Saison in der Bundesliga West auf Platz vier ab.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Im letzten Saisonspiel der Unterwasserrugby-Bundesliga West rang die Spielgemeinschaft DUC Bottrop/TSG Kirchhellen dem Tabellenzweiten DUC Köln ein 1:1 (0:1)-Unentschieden ab.

Bottrop..  Im letzten Saisonspiel der Unterwasserrugby-Bundesliga West konnte die Spielgemeinschaft DUC Bottrop/TSG Kirchhellen doch noch gegen eines der drei Topteams der Liga punkten. Die Bottroper trotzten dem Tabellenzweiten DUC Köln ein 1:1 (0:1)-Unentschieden ab und hatten dabei auch durchaus Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden.

Tabellenvierter

Als Tabellenvierter verpasste die Spielgemeinschaft in dieser Saison die Qualifikation für das DM-Endturnier und verlor bis zum Remis gegen Köln alle Spiele gegen die Mannschaften auf den Plätzen eins bis drei.

Gegen die Domstädter hielten die Gastgeber von Beginn an gut dagegen und konnten die Begegnung sehr offen gestalten. Bottrop hatte insgesamt mehr Ballbesitz und konnte sich zeitweise länger vor dem Kölner Korb festsetzen. Die Gäste, die für ihre stabile Defensive bekannt sind, ließen aber kaum gefährlichere Offensivaktionen der Bottroper zu.

Die Spielgemeinschaft verteidigte ihrerseits auch sehr entschlossen, machte Mitte der ersten Halbzeit aber einen Fehler, den Köln direkt zur 1:0-Führung ausnutzte. Kurz nach dem Wiederanpfiff wurden die Bottroper Angriffsbemühungen dann belohnt, als Nationalspieler Jens Dingel der 1:1-Ausgleich gelang. In der Folge war die Spielgemeinschaft nah dran am Führungstreffer, überstand aber auch eine Drangperiode der Kölner mit viel Glück und Engagement. Letztlich waren die Bottroper mit dem Punktegewinn zufrieden und verbuchten diesen als Achtungserfolg, zumal sie - wie schon in den beiden vorherigen Partien - einige Leistungsträger nicht einsetzen konnten.

„Auffällig war, dass die Mannschaft nach dem Scheitern der DM-Qualifikation in den letzten drei Spielen sehr zu gefallen wusste. Da es um nichts mehr ging, war wahrscheinlich die nötige Lockerheit da, um befreit aufspielen zu können. In den entscheidenden Spielen im Saisonverlauf waren wir wahrscheinlich zu verkrampft an die Sache herangegangen“, fand Martin Kobler, der Sprecher der Spielgemeinschaft.

In die Nationalmannschaft berufen

Grund zur Freude hat auch Bottrops Spielerin Nadine Griebl. Die DUC-Akteurin konnte es ihren drei Mannschaftskameraden Ralf Gandlau, Jens Dingel und Sven Hofbauer gleich tun und ihre Teilnahme an der Unterwasserrugby-WM in Kolumbien klar machen. Als Kader-Mitglied der Deutschen Damen-Nationalmannschaft tritt sie die Reise nach Cali an. Auch die deutschen Damen gehören in Südamerika zum Favoritenkreis und peilen mindestens einen Podestplatz an. Der Damen-Nationaltrainer hatte sich mit den Nominierungen länger Zeit gelassen als sein Kollege bei den Herren.

Nadines Bottroper-Mannschaftskollegin Lisa Morawietz verpasste den Sprung in den Kader denkbar knapp. Sie kann sich aber als erste Ersatzakteurin möglicherweise doch noch Hoffnungen machen, an der WM teilnehmen zu können.