400 Starter beim Radtourenfahren von Adler 07 auf Prosper

Zwischen 8 und 10 Uhr brachen 400 Radfahrer am Sonntag von Prosper-Haniel auf, um im schnellen Tempo wahlweise Strecken durchs Ruhrgebiet oder bis zur niederländischen Grenze zu bewältigen.
Zwischen 8 und 10 Uhr brachen 400 Radfahrer am Sonntag von Prosper-Haniel auf, um im schnellen Tempo wahlweise Strecken durchs Ruhrgebiet oder bis zur niederländischen Grenze zu bewältigen.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim „Glück-Auf-Radsportfest“ der DJK Adler 07 starten 400 Teilnehmer auf Prosper. Auch die Regenschauer schrecken nicht. Touren führen bis an die niederländische Grenze.

Bottrop..  Wer hier mitfährt weiß genau, worauf er sich einlässt: Die Beine sind braun-schwarz gesprenkelt und auf den Rucksäcken zeichnet sich eine dunkle Spur ab. Dicke Matschkrusten zieren auch die Schutzbrillen, die bunten Trikots haben eine ebenso dunkle Färbung angenommen. Mindestens 45 Kilometer Straße und Waldwege im Regen haben ihre Spuren bei den Teilnehmern des „Glück-Auf-Radsportfestes“ der DJK Adler 07 hinterlassen.

Kein Rennen

Knapp 400 Starter sind es, die am Sonntagmorgen aufbrechen. Mit dem Förderturm von Prosper-Haniel im Rücken geht es durch das Ruhrgebiet, wahlweise bis zum Rhein oder weiter über die Lippe bis zur niederländischen Grenze. Bis zu 151 Kilometer können mit dem Rennrad oder dem Mountainbike absolviert werden. Das Radtourenfahren (RTF) bildet das Herzstück der traditionellen Veranstaltung mit Start und Ziel auf dem Bottroper Zechengelände. Kein Rennen, sondern ein sportliches Radfahren ist es, alleine oder in der Gruppe. Eine Zeitnahmestelle gibt es nicht, Streckenlänge und Belastung sind individuell wählbar. „Bei einem Rennen bewegen wir uns ja schon im gehobenen Amateursport und es würde alleine durch Streckensperrungen einen enormen Aufwand mit sich bringen. Diese Veranstaltung ist für Breitensportler, wir wollen den Teilnehmern unsere Heimat zeigen. Das Ruhrgebiet hat wunderschöne Radstrecken. Dazu der Start auf einem noch aktiven Bergwerk mit Duschen in der Kaue – das ist doch etwas Besonderes. Man glaubt gar nicht, wie viele Teilnehmer ganz fasziniert Fotos in der Kaue machen“, sagt Frank Vatter, Abteilungsleiter der 07-Radsportabteilung.

Rutschige Straßen

Vatter ist an diesem Morgen ein viel beschäftigter Mann, der sich nicht nur ums Organisatorische kümmert. Sein Auto ist auch das Service-Mobil. Platten, defekte Federung, gerissene Ketten – bei Radschäden der Teilnehmer eilt er zur Hilfe. Gerade erst hat er einen Fahrer im Marienhospital abgesetzt. Auf regennasser Fahrbahn war dieser in einer Kurve gestürzt. „Wohl nichts Wildes, aber zur Sicherheit ging es zur Untersuchung“, sagt Vatter.

Auch jetzt regnet es noch leicht, als die Fahrer der „Bot-Biker“ ins Ziel kommen. Zweimal wöchentlich treffen sich die Hobby-Mountainbiker. Beim Grillwürstchen wird die beendete 50-Kilometer-Runde noch einmal besprochen. „Die Halden sind unser Zuhause, hier fahren wir deshalb aus Heimatverbundenheit gerne“, sagt Michael Jäger. „Das ist auch alles toll organisiert von Adler und deshalb sind wir jedes Jahr dabei!“