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Zweite Liga - PSV ist dabei

12.11.2012 | 18:15 Uhr
Zweite Liga - PSV ist dabei
Seine Erfahrung zahlte sich aus: Markus Zalucki, hier noch für SU Witten-Annen auf der Matte.Foto: Arne Poll

Mit dem 4:3-Erfolg gegen Braunschweig haben die Judoka der PSV Bochum ihrer Erfolgsgeschichte ein neues Kapitel zugefügt. In der kommenden Saison kämpfen die Bochumer in der Zweiten Bundesliga.

„Ich kann das alles noch nicht so ganz glauben. Den heutigen Tag muss ich erst einmal sacken lassen.“ Mehr bringt Sven Karpinski, Trainer der Judoka der PSV Bochum, zunächst nicht über die Lippen. Dann aber rückt er doch noch mit der entscheidenden Information heraus: „Wir haben es geschafft.“ Soll heißen: In der kommenden Saison kämpfen die „Polizisten“, die als Regionalliga-Aufsteiger den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hatten, in der 2. Bundesliga. Mit zwei überzeugenden Siegen gegen Büchen (5:2) und Braunschweig (4:3) machten die Bochumer die Sensation perfekt. Karpinski, mittlerweile wieder bei Stimme, war denn auch voll des Lobes über sein Team: „Die Jungs sind heute teilweise über sich hinaus gewachsen. Sie haben sich das komplett verdient.“

Bevor endgültig feststand, dass die Aufstiegsparty steigen kann, hatte die PSV jedoch zwei schwierige Aufgaben zu bestehen. Im Halbfinale trafen die Bochumer zunächst auf den Büchen-Siebeneichener SV, Meister der Regionalliga Nord. Beim deutlichen 5:2-Erfolg ließ die Mannschaft von Beginn an keine Zweifel aufkommen, wer in das Finale um den Aufstieg einziehen würde. Niklas Luckai (Klasse bis 60 kg) und Markus Zalucki (-81 kg) gewannen ihre Duelle vorzeitig: 2:0 für die Polizisten. Als Büchen zwei der nächsten drei Kämpfe gewinnen konnte, wurde es aber noch einmal eng. Benjamin Heidrich (-66 kg) und Andre Föbus (-81 kg) ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und machten den Finaleinzug mit zwei souveränen Siegen perfekt.

Im Finale bekamen es die Bochumer dann mit dem bundesligaerfahrenen Favoriten Braunschweiger JC zu tun. Von einer vermeintlichen Außenseiterrolle der PSV konnte aber schon nach wenigen Minuten keine Rede mehr sein. Niklas Luckai (-60 kg), Markus Zalucki (-90 kg), Martin Garic (-100 kg) und Vitali Korel (+100 kg) fegten ihre Gegner förmlich von der Matte und sorgten für eine uneinholbare 4:1-Führung. Die beiden Braunschweiger Siege zum 4:3-Endstand gingen im Bochumer Aufstiegsjubel unter, das kleine Wunder war geschafft. Oder, wie Karpinski es ausdrückte: „Es lief einfach perfekt, unglaublich. Jetzt werden wir das Ganze erst einmal richtig genießen.“

Trotz des Jubels über den Aufstieg machte sich der PSV-Trainer bereits Gedanken über die Zukunft: „Wir müssen uns in jedem Fall verstärken. Aufgrund der höheren Anzahl an Kämpfen ist ein 20-Mann-Kader das Minimum.“ Erste „Gespräche begannen für die PSV sogar noch vor Ort. Karpinski: „Einer der Braunschweiger hat angeboten, in der nächsten Saison für uns zu kämpfen.“ Ganz leicht fallen werde die Verpflichtung neuer Kämpfer angesichts der großen Konkurrenz aber nicht: „In NRW gibt es sieben Vereine, die in der ersten oder zweiten Liga aktiv sind, da wird es nicht einfach, die richtigen Leute zu kriegen.“

Erst einmal sind solche Überlegungen aber noch Zukunftsmusik, denn in den nächsten Tagen werden die Polizisten nur eins tun - „das Gefühl des Aufstiegs richtig auskosten“.

Jens Rospek



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