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Zdebel ist von Degradierung enttäuscht

02.01.2009 | 18:33 Uhr

Bochum. Aus der ruhigen ist beim VfL Bochum in unruhiger Zeit eine harte Hand geworden - und die ist den Verantwortlichen pünktlich zum Jahresbeginn ausgerutscht. Jetzt wurde Kapitän Thomas Zdebel in die zweite Mannschaft verbannt.

Hat es immer auch mit Größeren aufgenommen: Thomas Zdebel im Luftduell mit Bremens Hugo. Foto: imago/Chai v.d. Laage

Der Begnadigung des kürzlich suspendierten Stürmers Vahid Hashemian folgte nämlich postwendend der Quasi-Rauswurf des Kapitäns: Thomas Zdebel (35) soll sich nach dem Willen des Bundesligisten „bis auf Weiteres” beim Bochumer Regionalliga-Team fit halten. Damit rechnet aber wohl ernsthaft niemand im Führungszirkel des VfL, wie Sportvorstand Thomas Ernst durchblicken ließ: „Ich denke, er will noch weiter Fußball spielen und wird deshalb gucken, ob er irgendwo unterkommt.”

Das kann, muss aber nicht so kommen. Zdebel selbst zeigte sich gestern Abend „recht überrascht und vor allem enttäuscht” darüber, aufs Abstellgleis gestellt worden zu sein. Zumal man offenbar nicht mit offenen Karten ihm gegenüber gespielt hat. „Mir hat man mitgeteilt, diese Entscheidung habe ausschließlich sportliche Gründe und ich passe nicht mehr ins Anforderungsprofil des Trainers”, sagte der ehemalige polnische Nationalspieler. Mit Verwunderung und gebremstem Zorn registrierte Zdebel anschließend die Kommentare der Verantwortlichen.

Marcel Koller sprach zum Beispiel von dem „Gefühl”, dass sein Kapitän „nicht mehr ganz den Weg” zu gehen bereit sei, „den wir vorhaben zu gehen”, und Thomas Ernst bekundete zwar seine Offenheit für konstruktive Kritik, aber nicht für eine offenbar bei Zdebel erkannte Anti-Haltung: „Man kann nicht einfach sagen: Der Trainer muss weg.” Ernst schloss: „Für Führungsspieler ist Loyalität besonders wichtig.”

Dagegen verwies Zdebel, der in seinem sechsten Bochumer Jahr ist und nirgendwo in seiner Karriere länger gespielt hat als beim VfL, auf seine professionelle Zurückhaltung in den Medien: „Sicher habe ich intern einige Dinge hinterfragt, das soll und muss ich ja auch. Aber ich habe mich nie in der Öffentlichkeit gegen den Trainer gestellt.” Wie er sich nun verhalten werde, vermochte der Mittelfeld-Spieler noch nicht zu sagen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung.

Der unappetitliche Machtkampf kommt jedenfalls zur Unzeit, denn dem VfL Bochum steht noch ein langer und harter Abstiegskampf bevor. Anstatt in dieser Situation für Optimismus und Selbstbewusstsein zu sorgen, beschäftigen sich die Verantwortlichen zunehmend damit, ihr Personal zu disziplinieren und an die Kandare zu nehmen. Warum das so ist, machte Thomas Ernst unfreiwillig deutlich: „Wir haben uns entschieden, konsequent am Trainer festzuhalten, dann muss auch jeder diesen Weg bedingungslos mitgehen.” Womit die VfL-Führung sich durchaus auch selbst gemeint haben könnte. Frei nach dem Sprichwort: Wer A sagt, muss auch B sagen.

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VfL Bochum degradiert Kapitän Thomas Zdebel

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Kommentare
05.01.2009
11:18
Zdebel ist von Degradierung enttäuscht
von J.K | #39

LIEBER VFL: Reagieren statt in der zweiten Liga zu agieren!!!!!

05.01.2009
09:36
Zdebel ist von Degradierung enttäuscht
von Hubert Heitmann | #38

Von wem wird dieser Vorstand eigentlich bezahlt? Von Cottbus oder M. Gladbach?

05.01.2009
09:15
Zdebel ist von Degradierung enttäuscht
von FlorRegnem | #37

Marcel Koller sprach zum Beispiel von dem „Gefühl”, dass sein Kapitän „nicht mehr ganz den Weg” zu gehen bereit sei, „den wir vorhaben zu gehen”,

Bravo Thomas, endlich ein Spieler der nicht mit Koller in die 2-te Liga will.

Der Koller-Weg bedeutet Abstieg.

Herr Koller velassen Sie den Vfl, bitte ganz schnell.

04.01.2009
19:43
Zdebel ist von Degradierung enttäuscht
von Lars88 | #36

Es ist einfach unfassbar. Ich bin seit ich klein bin immer Bochumer gewesen und konnte mich mit dem Verein indentifizieren. Aber was da jetzt abgeht ist unter aller S**. Herr Altegoer sollte mal von seinem hohen Ross runter kommen und nicht den alleinigen Machthaber spielen. Zdebel ist ein Spieler der seit Jahren mit Leib und Seele für den Verein spielt. Er ist Kapitän, wenn er schon für eine INTERNE Kritik verbannt wird, wer darf denn da überhaupt noch was sagen. Wenn sich nichts ändert werden die Spieler stumm ihren Vertrag zu ende kicken, die Kohle kassieren und dann abhauen. Bochum wird mit dieser Führungssituation im Abgrund versinken. Denn ich kann mir nicht vorstellen das der einzig fähige Mann, Ansgar Schwenken das noch lange mitmachen wird. Und das Koller nicht mal von alleine auf die Idee eines Rücktrittes kommt ist mir auch ein Rätsel. Man sollte doch so manns genug sein, sich so selbstkritisch einzuschätzen und zu sehen das es einfach nicht läuft. Aber die Hoffnungen einer Änderung wird wohl erst kommen wenn Herr Altegoer in Rente geht.... Bis dahin sehen wir uns wohl bald in der Regionalliga wieder.
Schönen Gruß an den Vorstand.

04.01.2009
08:15
Zdebel ist von Degradierung enttäuscht
von BochumerFan | #35

Das war es wohl VFL, wieder einmal zweite Liga und dann...

Wähend alle Vereine sich verstärken,schwächen wir uns selber, aber es kommt ja die Geheimwaffe aus Dortmund, warum spielt der wohll nicht mehr dort, wahrscheinlich ist er zu gut für die Borussia, ha ha ha...

Wir haben doch eine klasse Hinrunde gespielt, alles umgesetzt , was der Trainer wollte, aber nur einmal gewonnen, super Ausbeute.

Es gibt sicher noch genügend EX Klasse Spieler, VFL- macht doch mal einen Aufruf, mal sehen wer noch alles in Bochum spielen will, alles über 35 Jahre , dürfte kein Problem sein, für ein paar Hunderttausend kommen die alle nach Bochum.

Dann schaut mal, was ein Herr Kuntz aus Lautern gemacht hat, war er wirklich so schlecht, ich kenne noch ein paar Klasse Trainer, die den Verein richtig nach unten bringen.

Ich denke mal wir machen die Abschiedstopur, VFL-Bochum im Abstiegsjahr, der Hohn und der Spott ist uns gewiss, gut das wir den Negativrekord von Tasmania Berlin nicht überbieten können, werden wir jetzt alle Hoffenheim ????

04.01.2009
02:16
Zdebel ist von Degradierung enttäuscht
von erinmaster | #34

Und Tschüs mein geliebter VfL. Erst R.v.D., dann S. K., dann V.H. und nunmehr T. Zdebel. Leider nicht Adios M.K und Vorstand A. So kann man auch einen Verein komplett zerstören. Ist nix mehr geblieben mit dem besten Kader unter M.K. - gelle M.K.. Schrecklich nur wie dann alles Weitere systematisch zerstört wird. PS: Stickinho - hast recht mit der Aussage eines kollektiven Vereinseintrittes. Dürfte aber nun leider nicht mehr so einfach möglich sein. Vorstand A. und Trainer K. lernen in dieser Phase der Selbsterhaltung schnell. PS: FlorRegnem - sei froh das Du nur beschimpfst wurdest. Stell Dir vor Du wärst gebissen worden. Wärst gezeichnet für´s Leben und hättest dann wirklich auch lebenslang Stadionverbot (zumindest für die Dauer der traurigen Regentschaft eines M.K.) erhalten. PS: Hallo Kasulke - Rückrunde ohne Dich! Ich auch nicht mehr. Sind schon zwei die sich dazu bekennen. Schade für den Verein VfL - gelle.

04.01.2009
00:53
Zdebel ist von Degradierung enttäuscht
von kallemann1107 | #33

Denn Sie wissen nicht was Sie tun -
VFL Bochum 2009 Ab(stieg)schied Tour
100% Unbeugsam mit Trainer Koller in die zweite Liga

03.01.2009
18:36
Zdebel ist von Degradierung enttäuscht
von HuckSeed | #32

http://www.bilder-hochladen.net/files/2201-f-jpg.html

03.01.2009
16:29
Zdebel ist von Degradierung enttäuscht
von FlorRegnem | #31

....habe vor einigen Wochen in der Vip-Lounge laut ausgesprochen: Dieser Trainer muss weg.
Wurde darauf hin von Frau Koller als ********* tituliert. Hatte wohl noch Glück, in der jetzigen Zeit gibt es bestimmt Stadionverbot.

Koller ist am Ende, er ist hilflos und versucht nun seine Unfähigkeiten durch Machtgehabe zu überdecken.

Herr Koller, seinen Sie FAIR, geben dem VfL die Möglichkeit des Klassenerhalt:

TRETEN SIE ZURÜCK!!!

03.01.2009
14:57
Zdebel ist von Degradierung enttäuscht
von Stickinho | #30

„nicht mehr ganz den Weg” zu gehen bereit sei, „den wir vorhaben zu gehen”,

den Weg - in die 2. Liga - bin ich auch nicht mehr bereit zu gehen...

„Wir haben uns entschieden, konsequent am Trainer festzuhalten, dann muss auch jeder diesen Weg bedingungslos mitgehen.”

Nun gut, den Weg können Sie demnächst alleine gehen. Der einzige Weg scheint ein kollektiver Vereinseintritt um den schwergewichtigen Diktator abzuwählen!

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