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Wattenscheid 09 ist Meister / Hordel macht seine Hausaufgaben

20.05.2012 | 19:39 Uhr
Wattenscheid 09 ist Meister / Hordel macht seine Hausaufgaben
Die SG Wattenscheid 09 ist vorzeitig Meister der Westfalenliga-Staffel 2 geworden (hier die Ehrung für den Kreispokal-Sieg).

Es ist geschafft: Dank des 4:0 (2:0)-Sieges beim BV Westfalia Wickede und der gleichzeitigen Niederlage des ärgsten Verfolgers Erkenschwick (3:4 in Brünninghausen) hat sich die SG Wattenscheid 09 vorzeitig die Westfalenliga-Meisterschaft gesichert. Trainer André Pawlak: „Wir hatten eine kurze, aber geile Kabinenparty.“

TuS Eving-Lindenhorst - DJK TuS Hordel 1:2 (0:2)

DJK: Felbick - Sell, Büscher, M. Wagener, Wilhelm - P. Rudolph, Thormann - Krüger (54. Osma), K. Rudolph (68. Woischnik), Dragicevic (61. Nehlson) - Ginczek

Tore: 0:1, 0:2 Ginczek (28., 30.), 1:2 (63.)

Der Westfalenliga-Sechste DJK TuS Hordel kann sich zwei Spieltage vor dem Saisonende auf einen ganz spannenden Schlussspurt einstellen. Nach dem 2:1 (2:0)-Erfolg beim TuS Eving-Lindenhorst ist wohl nur noch die TSG Sprockhövel als Konkurrent um den letzten verbliebenen direkten Oberliga-Aufstiegsplatz im Rennen. Die Hattinger sind Fünfter, haben bei einem Spiel weniger drei Punkte mehr.

Trainer Frank Wagener sah in Dortmund einen „hochverdienten“ Sieg. Schon vor der Halbzeit hatten die Grün-Weißen gleich sechs riesige Chancen. Doch Mirko Krüger (6., 11.) nutzte seine freien Situationen nicht, Philipp Dragicevic verschoss gar einen Foulelfmeter (15.) - und auch Kevin Rudolph versagten im direkten Duell mit dem Evinger Torwart die Nerven (21.). Besser machte es da schon Dawid Ginczek: Der beste Hordeler Torschütze besorgte in schneller Abfolge (28., 30.) die Treffer zum 1:0 und 2:0. Es war nicht zu übersehen, dass die Hordeler seit Monaten erstmals wieder in Bestbesetzung spielen konnten.

Doch nach der Halbzeitpause (63.) fiel aus dem Nichts der 1:2-Anschlusstreffer nach einem Standard. „Dann wurde es unruhig, hektisch“, so Wagener: „Dennoch waren die nie wirklich gefährlich.“ Denn auch die letzten fünf Minuten in Unterzahl - Marvin Sell hatte nach einem Foul Rot gesehen, was Wagener als „übertrieben“ bezeichnete - brachten Hordel jetzt nicht mehr aus dem Konzept.

Der Endspurt kann kommen.

Indes wurde bekannt, dass Mittelfeldmann Mirko Krüger die DJK TuS Hordel verlässt. Er wechselt zur kommenden Spielzeit zum Niederrhein-Ligisten FC Kray, der als Spitzenreiter im besten Falle noch in die Regionalliga aufsteigen kann. Auch Stürmer Nikolai Nehlson wird den Verein verlassen - in welche Richtung, ist aber noch unklar. Nehlson hatte zuletzt ein Probetraining bei Bayer Uerdingen absolviert, wartet allerdings noch auf eine Rückmeldung des NRW-Ligisten.

BV Westfalia Wickede - SG Wattenscheid 09 0:4 (0:2)

SG: Fronczyk - Rathmann, Thamm, Luvuezo, Brümmer - Preissing, Zajas, Issa, Demirbay - Trisic, Sarisoy

Tore: 0:1 Trisic (5.), 0:2 Thamm (30.), 0:3 Rocys (83.), 0:4 Keller (89.)

Es ist geschafft: Dank des 4:0 (2:0)-Sieges beim BV Westfalia Wickede und der gleichzeitigen Niederlage des ärgsten Verfolgers Erkenschwick (3:4 in Brünninghausen) hat sich die SG Wattenscheid 09 vorzeitig die Westfalenliga-Meisterschaft gesichert. „Wir hatten eine kurze, aber geile Kabinenparty. Wir konnten das ja nicht planen - umso schöner war es“, freute sich SG-Trainer André Pawlak riesig. Jetzt können sich die Schwarz-Weißen gedanklich vollends auf die Relegationsspiele um den Regionalliga-Aufstieg konzentrieren.

Die Partie in Wickede sei ein „klares Ding“ gewesen, so André Pawlak. Und sie war auch der Beleg dafür, dass es offensiv wieder rund läuft bei den 09ern. Das frühe 1:0 (5.) von Milko Trisic spielte den Gästen in die Karten, Alexander Thamm erhöhte nach einer halben Stunde per Kopfball auf 2:0. „Wickede ist dennoch nicht von seiner Spielweise abgerückt“, so Pawlak, dessen Team sich hervorragend auf die langen Bälle und Einwürfe der Dortmunder eingestellt habe. „Mit Thamm, Ali Issa und Christian Luvuezo hatten wir hinten eindeutig die Lufthoheit“, so Pawlak, dessen Mannschaft dann versucht habe, gegen die passive Westfalia „schnell umzuschalten“.

Pawlak, der zum dritten Mal im 4-4-2-System, mit Milko Trisic und Serafettin Sarisoy als Sturmspitzen, spielen ließ, konnte auch nach der Pause keinen Bruch im Spiel erkennen. Im Gegenteil: „Schließlich wollten wir nicht noch in Schwierigkeiten geraten.“ Dennoch fielen die entscheidenden Treffer zum 3:0 und 4:0 spät. Erst war Vaidas Rocys an der Reihe - der Stürmer, der schon im Kreispokal-Finale am vergangenen Donnerstag getroffen hatte, verwertete einen Sarisoy-„Traumpass“. Auch am letzten Tor des Tages (89.) war Rocys beteiligt. Er legte den Ball, obwohl das Tor schon leer war, noch quer auf den kurz zuvor eingewechselten Jascha Keller. Das 09-Urgestein verlässt am Ende der Saison den Verein. Pawlak: „Für Jascha hat es mich riesig gefreut. Diese Geste zeugt vom Respekt im Team.“

Felix Groß



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