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Fußball-Westfalenliga

Wagener liebäugelt mit Rudolph-Comeback

26.10.2012 | 17:37 Uhr
Wagener liebäugelt mit Rudolph-Comeback
Nach seinem Mittelfußbruch wieder gesund: Kevin Rudolph (M.).

Vor dem Heimspiel gegen den BV Westfalia Wickede allerdings ist klar, dass der Hordeler Trainer und der Sportliche Leiter Peter Both ihre Posten zum Saisonende abgeben. Wattenscheid 08 empfängt SuS Langscheid/Enkhausen und kann einen wichtigen Sprung in Richtung Tabellen-Mittelfeld machen.

„Ach, gegen die haben wir doch noch nie einen Blumentopf gewonnen“, lacht Frank Wagener. Es gibt Mannschaften, gegen die hat der Westfalenligist DJK TuS Hordel in den letzten zwei Jahren grundsätzlich schlecht ausgesehen. Einer davon ist der BV Westfalia Wickede: Die punktgleichen Dortmunder stellen sich am morgigen Sonntag (15 Uhr) an der Hordeler Heide vor.

„Ich finde, Wickede hat eine ähnliche Struktur wie wir“, hat sich Wagener über den Gegner um Trainer Marko Schott informiert: „Eine richtig gewachsene Truppe, die über das Kollektiv kommt.“

Mal wieder ist in der Westfalenliga, wie schon in den letzten zwei Jahren, für die meisten Teams alles drin. Den Tabellenzweiten trennen gerade einmal zehn Punkte vom Zehnten, es kann jeden Spieltag weit rauf oder weit runter gehen. Deshalb ist jedes Spiel in seiner Bedeutung gar nicht hoch genug anzusiedeln. „Das finde ich super, das macht die ganze Sache extrem spannend“, sagt Wagener.

Er überlegt, seinen genesenen Spielmacher Kevin Rudolph („Ein überragender Zocker“) von Beginn an spielen zu lassen. „Könnte sein“, hält sich Wagener aber bedeckt. Seinen Sohn Alexander wird er als einzige Sturmspitze aufbieten, weil Dawid Ginczek ausfällt. Auch Martin Brzezinski ist vom Pech verfolgt: Er plagt sich nach seinem Startelf-Debüt und dem ersten Saisontor am vergangenen Wochenende mit einer neuerliche Muskelverletzung im Oberschenkel. Hinter Alex Wagener soll Mirko Krüger als hängende Spitze für Wirbel sorgen - ansonsten bleibt die Mannschaft unverändert. „Viele Variationsmöglichkeiten haben wir momentan ja auch gar nicht“, so Wagener.

Wann Wickede kaum ein Bein auf den Boden bekommt, sah man vor zwei Wochen bei deren 1:3-Niederlage in Wattenscheid. Aggressives Pressing macht die Dortmunder nervös und fahrig - so könnten die Hordeler ein spielerisches Übergewicht erlangen.

Womit wir auch schon beim Liga- und Stadtrivalen SW 08 wären. Die Mannschaft von Bayram Kollu hat ebenfalls ein Heimspiel, gegen den zwei Punkte entfernten SuS Langscheid/Enkhausen (So., 15 Uhr, Dickebankstraße).

Zwei Siege in Folge haben die angespannte Stimmung nach dem 0:6 im Derby gelöst - auch, weil Kollu vielen Reservisten eine Chance gab. „Die haben sie genutzt“, sagt Kollu. Sein Team habe verstanden, dass es in der neuen Umgebung „immer alles geben“ müsse, sich zu keiner Zeit zurücklehnen dürfe. Kollu, dessen Team einen bedeutenden Schritt in der Tabelle, weg von den Abstiegsrängen machen kann, erwartet einen variablen Gegner: „Langscheid kann sowohl über lange Bälle als auch mit präzisen, flachen Pässen gefährlich werden.“

Während Michael Jost wieder aus dem Urlaub zurückgekehrt ist, kann Kapitän Markus Nowak aus Krankheitsgründen nicht mitwirken. Der Kapitän hatte in den letzten zwei Partien aber ohnehin nicht gespielt, wurde von Christian Pape gut ersetzt. Angetan ist Kollu vom trainingsfleißigen Kamil Kokoschka. Ob es für einen Einsatz von Beginn an reicht, wollte er nicht verraten.

Schluss am Saisonende: Frank Wagener.Foto: Ingo Otto

Beim Westfalenligisten DJK TuS Hordel wird es am Saisonende personelle Veränderungen geben: Der Sportliche Leiter Peter Both und Trainer Frank Wagener reichen ihre Ämter nach vier erfolgreichen Jahren weiter. Wahrscheinlich ist, dass die U 19-Trainer Thomas Guder und Carsten Blankenagel in den Seniorenbereich aufrücken. So will man den Weg, eine optimale Verzahnung zur Jugendabteilung zu gewährleisten, weiter gehen. Auch eine Konstellation mit dem aktuellen Co-Trainer Marcus Himmerich ist denkbar, man befindet sich in Gesprächen. Spruchreif, das betont Both ausdrücklich, sei aber noch nichts.

Both und Wagener haben die DJK nach dem Verbandsliga-Abstieg 2008 zwei Jahre später zum Aufstieg geführt - und das mit einer blutjungen Mannschaft, die fast ausschließlich aus eigenem Nachwuchs bestanden hatte und die bis heute nahezu unverändert zusammenspielt. „Ich habe die Jungs als Kindergarten übernommen, es war eine sehr intensive Zeit. Ich bin jetzt einfach müde und muss auch mal an mich und mein Umfeld denken“, so Wagener, der der DJK weiter „helfend zur Seite stehen“ will, über seine Beweggründe. Peter Both indes scheidet aus beruflichen Gründen aus.

Felix Groß



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