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Wagener bleibt cool: „Alles selbst in der Hand“

29.05.2012 | 16:45 Uhr
Wagener bleibt cool: „Alles selbst in der Hand“
Bleibt bis 2014: Patrick Rudolph (li.).

Ein Mensch, der öffentlich zu emotionalen Ausbrüchen neigt, war Frank Wagener noch nie. Der Trainer des Westfalenliga-Sechsten DJK TuS Hordel war in dieser Saison nur einmal so richtig auf der Palme, als man äußerst unglücklich 2:3 in Heven verlor. Vor zwei Tagen verloren die Grün-Weißen, die immer noch die Chance auf den Oberliga-Aufstieg haben, in letzter Sekunde mit demselben Resultat gegen den FC Brünninghausen. Doch Wagener blieb die Ruhe selbst, obwohl auch diese Niederlage nicht wirklich gerecht war. Der Faustpfand des 51-Jährigen: „Wir haben doch alles noch selbst in der Hand.“

Klar: Seine jungen Spieler seien nach dem Schlusspfiff „traurig“ gewesen, es habe eine „diffuse Stimmung“ geherrscht. Der direkte Oberliga-Aufstieg ist nun nicht mehr zu stemmen, obwohl man lange daran geschnuppert hatte - und das trotz teilweise unglaublicher Verletzungsprobleme: „Deshalb ziehe ich wirklich den Hut vor diesem Team.“

Hält die DJK am letzten Spieltag (Sonntag) den sechsten Platz - dafür muss ein Sieg beim Schlusslicht in Werdohl her - bestreiten die Grün-Weißen ein Relegationsspiel gegen den Sechsten der Parallelstaffel. Das wird am 10. Juni stattfinden, wahrscheinlich auf neutralem Boden. Es geht entweder gegen den 1. FC Gievenbeck oder SuS Neuenkirchen. Allerdings: Es wird erst kurz im Anschluss an dieses Spiel definitiv fest stehen, ob der Sieger aufsteigt. Denn das Schicksal des Gewinners hängt vom NRW-Ligisten VfB Hüls sowie den Westfalenliga-Meistern SG Wattenscheid 09 und SV Lippstadt ab. Die Rechnung ist einfach: Schafft einer dieser drei Vereine den Regionalliga-Aufstieg, wird ein Platz in der Oberliga frei. Für Hordel, Gievenbeck oder Neuenkirchen. Steigen zwei Teams aus dem Trio auf, darf sich auch der Verlierer freuen. Dann sind nämlich beide Relegations-Teilnehmer qualifiziert. Und: Nur, wenn der VfB Hüls das einzige Regionalliga-Freilos erhält (siehe Text oben), ist schon vorher klar, dass ein Westfalenliga-Sechster aufsteigt.

Die wichtigste personelle Neuigkeit indes ist, dass die Rudolph-Brüder Kevin und Patrick an der Hordeler Heide bleiben. Letzterer hatte beim FC Ingolstadt und RW Essen vorgespielt, sich aber letztlich doch, wie sein Bruder, für einen Verbleib bis 2014 in Hordel entschieden. Wagener: „Ich finde das höchst erfreulich. Sie glauben, dass sie auch bei uns den Weg nach oben schaffen.“

Zudem hat man mit Rene Nettelbeck (SG Schonnebeck/20) eine erste Neuverpflichtung bekannt gegeben. Er ist flexibel einsetzbar, spielt aber am liebsten im linken Mittelfeld. Wichtig ist das vor allem deshalb, weil Flügelstürmer Phillip Dragicevic ab Sommer (wie Trainersohn Maximilian) ein halbes Jahr in den USA studiert. Zudem ist Wagener mit zwei Stürmern aus dem Bochumer Raum in Kontakt - hier soll bald Vollzug gemeldet werden.

Felix Groß


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