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Vor 09-Gastspiel in Bielefeld: Sorgen im defensiven Mittelfeld

13.11.2012 | 17:48 Uhr
Vor 09-Gastspiel in Bielefeld: Sorgen im defensiven Mittelfeld
Seine Regionalliga-Erfahrung könnte in Bielefeld wichtig werden: Leon Enzmann (re.).Foto: Gerhard Schypulla

Trainer André Pawlak wäre nicht André Pawlak, wenn er nicht doch an die minimale Chance „von einem Prozent“ glauben würde. „Du weißt nie, wie es laufen kann“, sagt er. „90 Minuten lang nur die Bälle wegschlagen“, sagt Pawlak, „das machen wir nicht. Wir dürfen kein frühes Tor kassieren. Dann werden wir unsere Chancen suchen - und ein paar werden wir sicher kriegen.“

So wirklich zufrieden ist Stefan Krämer mit der Terminierung der Achtelfinal-Partie im Westfalenpokal nicht. Drittligist Arminia Bielefeld empfängt am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr, Schüco-Arena) den Oberliga-Tabellenführer SG Wattenscheid 09 - doch dem Trainer der Arminen liegt dieses Spiel nicht wirklich. Schließlich wartet am Samstag das Ostwestfalen-Derby gegen den Spitzenreiter VfL Osnabrück. „Das ist sicher nicht die optimale Vorbereitung“, mosert Krämer, fügt aber an: „Aus wirtschaftlichen Gründen müssen wir weiter kommen.“

Schließlich qualifizieren sich die Finalisten des Wettbewerbs für den DFB-Pokal - unter normalen Umständen nicht machbar für die SG. „Das ist unser ganz persönliches Endspiel“, sagt Wattenscheids Trainer André Pawlak deshalb: „Grundsätzlich sind wir dort chancenlos.“

Doch Pawlak wäre nicht Pawlak, wenn er nicht doch an die minimale Chance „von einem Prozent“ glauben würde. „Du weißt nie, wie es laufen kann“, sagt er. „90 Minuten lang nur die Bälle wegschlagen“, sagt Pawlak, „das machen wir nicht. Wir dürfen kein frühes Tor kassieren. Dann werden wir unsere Chancen suchen - und ein paar werden wir sicher kriegen.“ Mut schöpft er auch aus dem 0:1 im Testspiel gegen den VfL Bochum - da schlugen sich die Wattenscheider wacker. Ob das auch gegen den Tabellendritten der niedrigsten Profiliga funktioniert?

Nicht, wenn sich 09 wie beim 0:5 in Erkenschwick, diesem bösen Ausrutscher am Sonntag, präsentiert. Der, so Pawlak, habe gezeigt, was ohne Zweikampf- und Laufbereitschaft passieren kann: „Ich hoffe, jeder zerreißt sich zu 200 Prozent.“

Personell allerdings sieht es nicht gut aus. Der Platz im defensiven Mittelfeld neben Kapitän David Zajas ist vakant, weil Ali Issa und Kevin Lehmann ausfallen. Hier kündigt Pawlak eine „Überraschung“ an. Eine Möglichkeit: Ex-Profi Niklas Andersen rückt vor. Mit Innenverteidiger Alexander Thamm fehlt eine weitere feste Größe, die Pawlak durch Christian Luvuezo oder Aldin Kljajic ersetzen könnte. Links würde dann Kevin Brümmer spielen.

Vor einem Jahr hatten es die Wattenscheider in diesem Wettbewerb gar bis ins Viertelfinale geschafft. Damals verloren die 09er nach guter erster Halbzeit mit 0:4. Nicht nur sportlich ist die Partie in Bielefeld ein Highlight, auch wirtschaftlich hat das Spiel einen Nutzen. Denn die Zuschauereinnahmen werden zwischen beiden Vereinen aufgeteilt.

Felix Groß



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