Volle Punktzahl zum Abschied von Wehner

Blau-Weiß Bochum -
SGW Solingen/Wuppertal 10:5

Viertel: 2:1, 1:1, 3:2, 4:1

Blau-Weiß-Männer: Wehner, Fries, Salamon (2 Tore), Altmann, Rohe (1), Diakon (3), Dahms, Motte, Blase, König (1), Canavan (3) und Schulte

Der Saisonausklang geriet im sonnigen Wiesentalbad freundschaftlich: Bochums Mannschaft sicherte sich die letzten Punkte gegen die Spielgemeinschaft aus Wuppertal und Solingen. Das Erreichen von Platz drei nach dem Wiederaufstieg hatte schon festgestanden. „Phasenweise eher Sommer-Wasserball“ sah Peter Voß, wobei der Coach erneut die Chancenauswertung bemängelte.

Schwimmerisch waren die Wiesentaler den mit vielen Routiniers um Spielertrainer Tim Focke ins Wasser gestiegenen Gästen überlegen. Nur: Die Bochumer nutzten das selten. Am meisten Engagement zeigte Raul Diakon, der sich in der Angriffsmitte packende Zweikämpfe lieferte. „Dabei hat er viele Fouls herausgeholt, die sonst in der Saison leider selten gepfiffen wurden“, meinte Voß. Muskelpaket Diakon war es folgerichtig auch, der im Startabschnitt eine 2:1-Führung herausschoss.

Mit einer gut durchgespielten Überzahl erhöhte Steffen König auf 3:1 (11. Min.). Richtig absetzen konnten sich die Blau-Weißen jedoch nicht. Carlin Canavan erwischte zwei Mal die Querlatte. Weiteres Manko: Spielmacher Till Rohe hatte sich beim Beach-Volleyball eine Muskelverletzung zugezogen. „Till konnte nicht richtig werfen – aber das mussten ja die Wuppertaler nicht wissen“, sagte Voß grinsend.

Auf die Siegerstraße bog das Heimteam im dritten Viertel mit einem Doppelschlag von Linksaußen Canavan zum 6:2 (21. Min.). Die Bergischen rissen sich keine Beine mehr aus. So konnte Blau-Weiß im Schlussviertel auf 10:5 erhöhen.

Starkes Spiel von „Genscher“

„Es war noch mal ein starkes Spiel von Genscher“, lobte der Trainer im letzten Akkord seinen Schlussmann, der aus besonderem Grund durchspiele: Sebastian „Genscher“ Wehner, inzwischen schon länger Papa und WDR-Radioredakteur, gab seinen Abschied bekannt. „Ich hab mich im Winter mit der Entscheidung angefreundet“, so der Torhüter, der vor gut 15 Jahren unter Emil Plesnik im Zweitliga-Team angefangen hatte. „Jetzt müssen die Jüngeren ran, denn noch besser wird man nur, wenn man viel spielt und Verantwortung übernimmt. Das war bei mir damals auch so“, sagte Wehner, der dem Klub aber erhalten bleibt. Er wird als Torwarttrainer weitermachen. Und schon am Wochenende geht es mit einer Bochumer Ü-30-Auswahl zu den „Masters“ nach Hamburg.