VfL U 19 will unter die ersten Neun
11.08.2009 | 20:21 Uhr 2009-08-11T20:21:00+0200
Am Samstag startet die U 19 des VfL Bochum in die neue Bundesliga-Saison (Gruppe West) mit einem Heimspiel gegen den MSV Duisburg. Trainer Dariusz Wosz peilt einen Platz unter den ersten neun an - Rang fünf wäre "wie die Meisterschaft".
„Mit Kevin Vogt plane ich in der nächsten Saison nicht mehr. Er wird für die U23 und für die Profis auflaufen.” Der Jungprofi gilt als derzeit bestes Beispiel für die Arbeit von U19-Cheftrainer Dariusz Wosz, die neben dem Senkrechtstarter Vogt in Philip Semlits, Christian Mengert, Marc Rzatkowski und Matthias Ostrzolek weitere Altjahrgänge in die eigenen Amateure brachte. „Ich denke, dass der VfL noch viel Freude an diesen Spielern haben wird. Sie sind alle in der Lage auch höher zu spielen”, stellte Wosz seinen Ex-Schützlingen eine positive Zukunftsprognose aus.
Steven Behrens und Marius Walther heißen die beiden offensiven Zugänge vom Revierrivalen FC Schalke 04, die in der kommenden Saison für die Tore beim VfL sorgen sollen. „Steve ist noch ein bisschen schwerfällig”, sagt Wosz, findet allerdings auch lobende Worte für den Schalker, der bereits bei Borussia Dortmund in Diensten stand: „In der Vorbereitung hat er schon das ein oder andere Tor gemacht.”
Um die weiteren Plätze im Sturm rangeln der bereits in der letzten Saison verpflichtete Sebastian Czajkkowski, der nach einer schweren Knieverletzung nun angreifen will, sowie der vom VfB Hilden verpflichtete Miles Adeoye und der aus der eigenen U17 kommende Diogo Rodriguez-Diaz. „ Unser Jugenkoordinator Alexander Richter hat Miles entdeckt. Er ist der Schnellste in unserem Kader. Jetzt muss er die Schnelligkeit nur noch richtig umsetzen”, berichtet Wosz, woran es bei dem 17-jährigen noch hapert.
Auch im Bochumer Mittelfeld wird das ein oder andere neue Gesicht in der nächsten Sasison auflaufen. Patrick Rudolph von der Westfalenligamannschaft des TuS Hordel überzeugte die Verantwortlichen beim VfL genauso wie Hakan Demir, der von Ligakonkurrent Arminia Bielefeld kommt. „Patrick kann auch Stürmer spielen und hat vor allem ein gutes Passpiel”, lobt Wosz den Mittelfeldspieler.
Neben den beiden Zugängen stoßen im Mittelfeld in Julian Wolff, Lukas Opiola und Pascal Thomas drei Spieler von den in die Westfalenliga abgestiegenen B-Junioren zur U 19. „Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich in der bishherigen Vorbereitung von den U17-Spielern enttäuscht bin. Ich hoffe, dass sie sich steigern werden”, erwartet der Ex-Nationalspieler eine Leistungssteigerung bei den Eigengewächsen. „Wenn es sein muss, werde ich härter durchgreifen. Es geht mir darum zu sehen, wer auch noch im roten Bereich Fußball spielen kann.”
In einem völlig neuen Gewand präsentiert sich das Team in der Abwehr. Nur Stefan Schattauer und Felix Stahmer sind aus der Vorsaison noch dabei, Aykut Aykildiz, Ole Nixdorff und Justin Pfaff (alle U17) sowie Thorben Kirschstein von Rot-Weiß Essen heißen die Neuzugänge. Wosz: „Thorben ist ein linker Außenverteidiger, also besetzt die Position, wo wir in der letzten Saison Probleme hatten.”
Nachdem sich Benjamin Carpentier zu Bayer Leverkusen verabschiedet hat und Coach Wosz mit Jonas Ermes bereits einen Keeper aus der U17 eingesetzt hatte, ist neben Christian Görres Daniel Heuer-Fernandes der Dritte Im Torwart-Bunde. „Das Ziel ist, unter die ersten neun Mannschaften zu kommen. Falls wir sogar Fünfter werden, ist das fast so gut wie die Deutsche Meisterschaft”, schätzt Wosz seinen Kader nicht ganz so stark ein wie im letzten Jahr. Zum Favoritenkreis zählt der 40-Jährige auch in dieser Saison die üblichen Verdächtigen aus Gladbach und Dortmund. Wosz: „Die Jungs trainieren hart, alle wollen sich präsentieren. Es wird sich zeigen, wer wie belastbar sein wird.”
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