VfL-Gegner: Beim SCP steht Gellhaus auf dem Sprungbrett

Markus Gellhaus ist neuer Trainer des SC Paderborn.
Markus Gellhaus ist neuer Trainer des SC Paderborn.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
In einer Serie stellen wir die Gegner des VfL Bochum in der Zweitliga-Saison 2015/16 vor. Der SC Paderborn macht den Auftakt.

Man war offenbar gut vorbereitet. Als Andre Breitenreiter seinen Wechsel zum FC Schalke 04 bekannt gab, verging nur ein Tag, bis der SC Paderborn Breitenreiters Nachfolger präsentieren konnte - ohne Jammern und Wehklagen. Markus Gellhaus, seit 2001 fester Bestandteil des Trainerteams von Jos Luhukay, ist an die Pader zurückgekehrt - von SCP-Präsident Wilfried Finke freudig erwartet. Und Finke machte gleich klar, welchen Stellenwert der neue Mann in seinen Augen hat: „Er war nicht dritte, sondern erste Wahl. Ich hatte schon zweimal versucht, ihn loszueisen und bin froh, dass es endlich geklappt hat.“

Gellhaus ist sozusagen ein Kind des SC Paderborn, er hat dort bereits erste Erfahrungen an der Seitenlinie gesammelt, als noch Pavel Dotchev das SCP-Ensemble im eher alten als ehrwürdigen Hermann-Löns-Stadion befehligte. Für den Holländer Jos Luhukay war Paderborn das perfekte Sprungbrett, auch dessen Nachfolger Andre Schubert, Roger Schmidt und zuletzt Andre Breitenreiter machten dort auf sich aufmerksam. Nun will Gellhaus („Für mich ist das der nächste konsequente Schritt“) diese Serie fortsetzen, an seiner Seite weiß er dabei mit dem ehemaligen VfL-Profi Rob Reekers einen weiteren Mann aus der Luhukay-Seilschaft. Die Gegner des VfL (2)

Über die Zielsetzung für die kommende Saison spricht man beim Bundesliga-Absteiger nicht so gerne, aber natürlich wird die Rückkehr in die Beletage angestrebt. Allerdings haben etliche Stammspieler den Klub verlassen. Kachunga (Ingolstadt), Rupp (Stuttgart) und Vrancic (Darmstadt) sind erstklassig geblieben, Wemmer (Panathinaikos) und Meha (Konyaspor) zog es in die Ferne, Kutschke (Nürnberg), Ziegler (Kaiserslautern) und Strohdiek (Düsseldorf) dürften mit ihren Klubs den Aufstieg anstreben. Ducksch kehrte zum BVB zurück, und Torhüter Lück erhofft sich in Cottbus Spielpraxis.

Geblieben sind von den festen Größen Schlussmann Kruse, Hünemeier, Bertels, Bakalorz und Stoppelkamp, zurückgekehrt aus England ist der Torjäger von 2011/12, Nick Proschwitz. Niklas Hoheneder (Leipzig) und Marcel Ndjeng (Berlin) gehören noch zu den prominenteren Zugängen, und mit Daniel Heuer Fernandes (Osnabrück) hat auch ein ehemaliger Bochumer den Weg nach Paderborn gefunden. Das ist der Stand der Dinge.