Unkonstante PSV Bochum: Die Offensive ist das Sorgenkind

Für die Polizei SV Bochum und ihren ehemaligen Trainer Marc Varbelow ist die Hinrunde zufriedenstellend verlaufen. Die Polizisten stehen auf Platz elf, haben ein Vier-Punkte-Polster auf die Abstiegszone.

Dennoch gibt es Schwachstellen: In der Offensive ließen die Kicker der PSV deutlich nach. „Wir haben viel zu wenig aus unseren Chancen gemacht. Dass unser Innenverteidiger Martin Wilke die meisten Tore erzielt hat, ist schon ziemlich bezeichnend“, sagt Ex-Coach Varbelow, der den Klub aus familiären Gründen zur Winterpause verließ.

Die vergleichsweise maue Torausbeute der PSV lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen: Einerseits fehlten die Treffer des Routiniers Daniel Gavranovic, der seiner Form mit bisher erst zwei erzielten Toren noch deutlich hinterher läuft. Auf der anderen Seite führten die dienstlich bedingten Ausfälle der zum großen Teil im Polizeidienst angestellten Kicker häufig zu einem unkonstanten Auftreten. Varbelow musste regelmäßig mit anderen Formationen antreten. „Was die Mannschaft aber auszeichnet, ist der absolute Zusammenhalt. Die Jungs haben nach einem ziemlich schwierigen letzten Jahr nicht aufgegeben und sind als Team extrem gefestigt“, so der Ex-Trainer.

Für den Nachfolger Varbelows, Marcus Kretschmann, stehen die Vorzeichen auf eine gute Rückrunde somit nicht schlecht. „Die Truppe ist sehr homogen und hat mich gut aufgenommen. Auf manchen Positionen werden wir natürlich ein wenig nachrüsten“, erklärt Kretschmann. Wen genau er holen wird, ist allerdings noch nicht klar. Das erste Testspiel für die PSV steigt am 27. Januar gegen den A-Ligisten WSV Bochum (19 Uhr, Gersteinring).