Union Bergen bejubelt Aufstieg in die Westfalenliga

Die Erfolgsgemeinschaft feiert weiter, diesmal den Aufstieg in die Westfalenliga.
Die Erfolgsgemeinschaft feiert weiter, diesmal den Aufstieg in die Westfalenliga.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das entscheidende Spiel um den Aufstieg machten die Fußballfrauen von Union Bergen zu einer Demonstration der Stärke. Union ließ Borussia Dröschede beim 6:1 keine Chance.

„Das ist das beste Team, das ich je hatte. Wenn man bedenkt, dass niemand hier Geld bekommt, war diese Saison sensationell.“ Thomas Behrendt machte verbal eine riesige Verbeugung vor seiner Mannschaft. Mit Recht. Denn zuvor hatten die Landesliga-Frauen von Union Bergen aus einem finalen Entscheidungsspiel eine Demonstration der Stärke gemacht. Union hätte ein Unentschieden gegen den direkten Konkurrenten Borussia Dröschede gereicht, um den Aufstieg in die Westfalenliga feiern zu können, wollte sich damit aber nicht begnügen. Stattdessen schossen die Bergenerinnen ihren Gegner mit 6:1 förmlich vom Platz. Der dritte Aufstieg in Folge war perfekt.

Lisa Rinke, die am Ende als dreimalige Torschützin den Vogel abschoss an diesem Nachmittag, legte mit ihren Treffern zum 1:0 und 2:0 den Grundstein für den Erfolg gegen einen Gegner, der sich dennoch weiterhin wehrte, aber letztlich machtlos war gegen ein Team, das, so Behrendt, immer Fußball spielen will, sich dabei aber auch an die vereinbarte Marschroute halten kann. Im Zentrum kompakt stehen und die Schwächen des Gegners auf den Außenpositionen nutzen wollte man in diesem „Finale“. Und das, befand Unions Trainer, hat die Mannschaft „gut umgesetzt“. Kann man wohl sagen, wenn die Flügelspielerinnen vier Tore erzielen.

Mit dem 3:0 durch Anne Müllemeyer kurz nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeberinnen deutlich, dass sie die Zügel trotz des Pausenvorsprungs nicht schleifen lassen würden. Kapitänin Mirja Dorny, die von Anfang an das Projekt Union begleitet und unter Dampf gesetzt hat und sich nun bewusst ist, dass man sich in der kommenden Spielzeit erstmals wohl „andere Ziele“ als den Aufstieg wird setzen müssen, erhöhte mit einem Treffer zum Zungeschnalzen auf 5:1, und die unermüdliche Laura Benatelli setzte den Schlusspunkt unter ein klasse Spiel und eine traumhafte Saison. Dass zwischendurch Dröschedes Torjägerin Sina Schäfer, als die Union-Abwehr einmal etwas zu hoch stand, den Ehrentreffer für die Gäste erzielen konnte, blieb somit eine unbedeutende Fußnote.

Die Weichen für die Zukunft sind bereits gestellt, mit Melina Leftidis (VfL U17), Julia Blümke (SGS Essen II) und Karla Kirchhöfer (SV Herbede) hat man bereits drei junge Spielerinnen verpflichtet. Kommen zum künftigen Westfelnligisten sollen darüberhinaus drei weitere, dann, sagt Managerin Ilka Schwinn, „sind wir gut aufgestellt“.

Union Bergen: Beil - Tatenhorst, F.Goldmann, Landener, Schulte - Müller (56. Wapniarski), Becker - Müllemeyer (64. Westerfeld), Dorny, Rinke (87. A. Goldmann) - Benatelli
Tore: 1:0 Rinke (27.), 2:0 Rinke (36.), 3:0 Müllemeyer (50.), 3:1 S. Schäfer (57.), 4:1 Dorny (60.), 5:1 Rinke (76.), 6:1 Benatelli (86.)