Uerdingen bleibt überlegen

SV Bayer Uerdingen -
SV Blau-Weiß Bochum 18:7

Viertelergebnisse: 4:0, 4:3, 6:2, 4:2

Blau-Weiß-Frauen: Saurusajtis, Freisewinkel (1 Tor), Hohenstein, Winkelmann, Illinger (3), Nischwitz, Motte, Zimmermann, Dregger, Adamski (2), Heerdt (1), Freier, Prinz.

„Es war nichts drin für uns – die Überlegenheit muss man anerkennen“, sagte Thilo Khil. Im zweiten Finalspiel in der Waldsee-Traglufthalle holte sich Uerdingen mit einem sicheren 18:7-Sieg wie erwartet den vierten Titel in Folge. „Wir haben uns aber stetig weiterentwickelt und mit der Vize-Meisterschaft unser persönliches Saisonziel erreicht“, so Bochums Coach, dem beim letzten Auftritt mit Carolin Lentge und Alina Liska zwei Spielerinnen fehlten.

Mit schnellen Feldtoren (2x Claudia Kern) hatte der Titelverteidiger im Startabschnitt eine 4:0-Führung herausgeschossen. Das erste Erfolgserlebnis der Blau-Weiß-Wasserballerinnen ließ bis zur 10. Spielminute auf sich warten, als Kim Illinger einen Überzahlangriff zum 1:6 in die Maschen setzte. „Insgesamt war unser Unter- und Überzahlspiel gut“, lobte Khil. Allerdings sei es den Uerdingerinnen, die zur Halbzeit bereits mit 8:3 vorne lagen, ansonsten gelungen, seine Mannschaft meist weit vom Tor wegzuhalten.

Geärgert hat sich Bochums Trainer über einen Schlag über Wasser gegen Stephanie Motte. „Das war eine klare Tätlichkeit, die wir auch auf Video aufgezeichnet haben. Das hat Bayer nicht nötig“, sagte Khil. Motte trug eine schmerzhafte Prellung am Kinn davon.

Zum Start in das Schlussviertel erhöhte die japanische Nationalspielerin Shino Magariyama mit zwei erfolgreichen Würfen für die Gastgeberinnen auf 16:5. Zumindest konnten die Blau-Weißen in der Endphase ihre gute Überzahlausbeute – vier Tore aus fünf Chancen – weiterführen: Bei Strafzeiten gegen Uerdingen sorgten Kim Illinger (6:18) und Linn Freisewinkel (7:18) für die letzten Treffer des Finalspiels.

Überschattet wurde der insgesamt fünfte Bayer-Titel von einem Unglücksfall. Uerdingens langjährige Betreuerin und DSV-Jugendmanagerin Edith Seyfert erkrankte am Finaltag lebensbedrohlich. Deswegen sagten die Offiziellen die für Sonntag mit Teams von Bochum, Uerdingen und Chemnitz geplante Runde um den Pokal der A-Juniorinnen ab.

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