U 23 des VfL verteidigt ihren Titel abgeklärt

Ridvan Balci zeigt’s mit der Urkunde an: Wir, die U 23 des VfL Bochum, haben unseren Titel verteidigt. Und das durchaus verdient.
Ridvan Balci zeigt’s mit der Urkunde an: Wir, die U 23 des VfL Bochum, haben unseren Titel verteidigt. Und das durchaus verdient.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Die Finalspieleder Männer-Konkurrenz waren nur selten mitreißend. DJK TuS Hordel macht beim 1:4 im Finale zu wenig aus einer zweiminütigen Überzahl. Wattenscheid 09 sichert sich den dritten Platz

Marcus Himmerich sah sich die Siegerehrung aus der Ferne an. „Schade eigentlich“, brummelte er ein wenig, als er über das verdiente 1:4 im Finale gegen die Bochumer U 23 redete. Seine DJK TuS Hordel, deren Co-Trainer er ist, hatte im Finale des Sparkassen-Masters um die Bochumer Stadtmeisterschaft zwar ihre Chancen – nutzte sie aber nicht.

Gerade aus der Überzahl in der 9. und 10. Minute hätte Hordel deutlich mehr machen müssen. Shpetim Sulejmani hatte dem Schiedsrichter beim Stande von 2:1 für den VfL höhnisch den „Daumen hoch“ gezeigt, durfte sich für zwei Minuten abkühlen. Doch Hordel produzierte in dieser Phase keinen Torschuss, fing sich sogar noch das vorentscheidende 1:3 durch Sinan Kurt. „Wenn sie es konsequenter spielen, können sie da sogar zwei Tore machen“, sagte Himmerich, der den VfL zwar „um diese drei Tore besser“ sah, insgesamt aber auch „sehr zufrieden“ mit der Hallenrunde seiner Mannschaft war.

Der Trainer des neuen Stadtmeisters, Dimitrios Grammozis, freute sich natürlich über den Titel. Der VfL hatte sich ja dank der Tore von Sulejmani (4.) und Ridvan Balci (8.) ein gutes Polster erarbeitet und gab das nicht mehr her. „Die Art und Weise, wie wir uns präsentiert haben“, sagte Grammozis, „war sehr, sehr gut. Und wir haben uns den Titel so auch verdient.“

Im Halbfinale kam es zum vorweggenommenen Endspiel der Regionalligisten. Beide Teams waren von Beginn an darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Das erste Highlight setzte Christian Maerz mit einem Pfostentreffer, auch danach war der VfL in einem taktisch geprägten Spiel die tonangebende Mannschaft.

Kurz vor Schluss hätte Güngor Kaya fast für einen Wattenscheider Sieg gesorgt, doch dann schlug die große Stunde von VfL-Keeper Robin Benz. Erst blockte er Kayas Versuch ab, blickte dann auf die Uhr, auf der gerade die letzten Sekunden runter tickten, bevor er den Ball mit einem fulminanten Sonntagsschuss im gegnerischen Tor unterbrachte und das Spielfeld in eine Jubeltraube verwandelte. „Das war das Tor meines Lebens, ich habe einfach drauf geballert“, freute sich Benz.

Auch im zweiten Halbfinale brauchten die Teams einige Zeit, um ins Rollen zu kommen. Dafür lieferten sich Hordel und Weitmar vor allem in den letzten Minuten einen Schlagabtausch. Eine Zeigerumdrehung vor dem Schluss brachte Jordi Barrera die Kugel auf Dustin Hoffmann, der per Hacke den 1:0-Siegtreffer für die DJK markierte. „Es ist blöd, dass wir uns eine Minute vor Schluss auskontern lassen, aber insgesamt bin ich zufrieden. Wir haben uns gut präsentiert“, so Weitmars Trainer Axel Sundermann, dessen Team im Spiel um den dritten Platz mit 0:3 gegen Wattenscheid verlor.