TV Gerthe geht im Oberliga-Derby unter

Machten gute Miene zum bösen Spiel - die Gerther Spieler auf der Bank.
Machten gute Miene zum bösen Spiel - die Gerther Spieler auf der Bank.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Das konnte man so nicht erwarten: Das Oberliga-Derby sah einen glasklaren und hochverdienten Sieger. Die AstroStars-Reserve schickte den TV Gerthe mit einer 78:48-Packung zurück in den Bochumer Norden.

VfL AstroStars Bochum II -
TV Gerthe 78:48

Viertel: 20:11, 16:12, 17:11, 25:14

VfL: Mersch (18), Bakoa Bakoa (12), Schörner (8), Rupprecht (7), Hardebusch (6), Schäfer (6), Salin (5), Tymm (4), Westerhoff (4), Stachanczyk (4), Steilmann (2), Wenzel (2).

TVG: Vanhoyland (20), Venderbosch (13), Langhoff (6), Reckinger (3), Schimpke (2), Enstipp (2), Lagraf (2), Masakidi, Kegne-Feuzing

Das konnte man so nicht erwarten: Das Oberliga-Derby sah einen glasklaren und hochverdienten Sieger. Die AstroStars-Reserve schickte den TV Gerthe mit einer 78:48-Packung zurück in den Bochumer Norden. Mit Ausnahme der ersten zwei Minuten hatten die Gäste nicht den Hauch einer Chance gegen in nahezu allen Belangen bessere Hausherren.

Nach anfänglichem 2:5-Rückstand gab Bakoa Bakoa der Partie mit einem verwandelten Freiwurf und zwei darauffolgenden Dreiern zum 9:5 schnell die entscheidende Wendung. Die AstroStars agierten mit hoher Intensität, setzten Gerthe frühzeitig unter Druck, spielten mit hohem Tempo und machten den viel frischeren Eindruck. Der TVG hingegen schloss schlecht ab, wirkte bisweilen behäbig, leistete sich zahlreiche einfache Ballverluste und offenbarte in der Defensive mitunter ziemliche Löcher.

Anzeigetafel „schluckt“ Punkte

Die Gerther waren als Tabellenzweiter, die Zweitvertretung des VfL als Vierter ins Match gegangen. Da nun auch der direkte Vergleich an das Franke-Team ging, tauschten die Kontrahenten ihre Plätze. Gerthe blieb den Nachweis einer Spitzenmannschaft schuldig, während der Lokalrivale diesmal eine ganze Klasse besser war.

Im dritten Viertel gelang dem TVG minutenlang kein Korb, und der VfL zog von 36:23 auf 41:23 weg. Christoph Venderbosch und Julian Langhoff verkürzten dann zum 49:33. Die Anzeigentafel „schluckte“ in dieser Phase jedoch zwei Punkte auf Gerther Seite. TVG-Coach Joachim Wein traute dem Ganzen nicht, schaute mehrfach ungläubig auf das Tableau, sagte aber erst nach dem Spiel: „Ich war der Meinung, dass wir nur noch mit 16 Zählern hinten lagen.“ Und als Bastiaan Vanhoyland einen Dreier durch die Reuse feuerte, hatte Gerthe eigentlich schon 36 Punkte. Sowohl laut Anzeigetafel als auch laut Spielberichtsbogen war das Resultat nach dem dritten Durchgang allerdings 53:34.

„Ärgerlich“, kommentierte Wein, der aber die Leistung des Gegners in keinster Weise schmälern wollte, sondern die 40 Minuten auf den Punkt brachte: „Vergangenheit oder zumindest späte Gegenwart ist auf Zukunft und Perspektive getroffen.“ Die Rollenverteilung musste er nicht näher erklären und gratulierte dem Sieger: „Das war eine Vorführung. Die AstroStars stellten die klar bessere Mannschaft.“

Und die schaltete keinen Gang zurück. Im letzten Durchgang punkteten auch noch Lukas Wenzel, Magnus Westerhoff und David Stachanczyk. Damit waren alle von VfL-Trainer Benedikt Franke eingesetzten Akteure erfolgreich.