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Treffsicherer „Wandervogel“

02.08.2012 | 18:25 Uhr
Treffsicherer „Wandervogel“
Hier noch im Höntrop-Dress: Mario Neumann (M.).

Lässig und cool wirkt er, entsprechend ist Mario Neumann (22) auch gekleidet - mit Cappy und schwarzer Lederjacke. Und doch wirkt der Stürmer schon ein bisschen stolz, als er den WAZ-Torjägerpokal von Stadtwerke-Sprecher Thomas Schönberg erhält. Seine Spitzenposition unter den Bochumer Amateurfußballern war monatelang unangefochten, an die schlussendlich 36 Saisontreffer kam niemand heran.

Lässig und cool wirkt er, entsprechend ist Mario Neumann (22) auch gekleidet - mit Cappy und schwarzer Lederjacke. Und doch wirkt der Stürmer schon ein bisschen stolz, als er den WAZ-Torjägerpokal von Stadtwerke-Sprecher Thomas Schönberg erhält. Seine Spitzenposition unter den Bochumer Amateurfußballern war monatelang unangefochten, an die schlussendlich 36 Saisontreffer kam niemand heran. „Eigentlich wusste ich schon nach der Hinrunde: Das nimmt mir keiner mehr“, sagt der sympathische 22-Jährige, der schon damals über fünf Tore Vorsprung hatte. Als Preis gibt’s neben dem schmucken Pokal übrigens 500 Euro für die Mannschaftskasse. Nur für welche? In diesem Sommer ist Neumann vom A-Kreisligisten SG Wattenscheid 09 II zum Bezirksligisten SV Germania Bochum-West gewechselt - mit Toren am laufenden Band weckt man eben Begehrlichkeiten.

Sei es drum: Der waschechte Wattenscheider, der momentan auf der Suche nach einer Ausbildung ist, „wollte nicht zu hoch spielen. Aber auf die Kreisliga hatte ich auch keinen Bock mehr. Ascheplätze kann ich nicht leiden“, sagt Ruhrpott-Schnauze Neumann. In der Bezirksliga wird es nun öfter Rasen- beziehungsweise Kunstrasenplätze geben - der perfekte Untergrund für noch mehr Tore?

Neumann bremst: „Ich peile erstmal um die 20 Tore an - eigentlich verschieße ich selten“, sagt „Super-Mario“, der seine Tore oft nach dem selben Strickmuster erzielt hat. Tödliche Pässe in die Spitze, sprich: auf Mario Neumann, waren die Spezialität der 09-Reserve. Anschließend ließ der 22-Jährige dem gegnerischen Torhüter im „Eins gegen Eins“ kaum eine Chance. „Am Ende habe ich mich aber schon geärgert, dass es keine 40 Tore wurden“, lacht Neumann.

Der seine fußballerischen Anfänge bei der SG 09 hatte, dort als Mini-Kicker begann. Bis zur C-Jugend blieb er den Schwarz-Weißen treu - „und dann wurde ich zum Wandervogel“. Bei Wattenscheid 08, dem VfB Günnigfeld oder dem SV Höntrop schaute Neumann vorbei, kehrte vor zwei Jahren aber wieder zur 09-Reserve zurück. Mit Erfolg: Schon im letzten Jahr war Neumann nah dran, den Torjägerpokal zu gewinnen. Damals war Leeroy Lawrence vom CSV SF Linden mit unglaublichen 40 Toren aber noch besser.

Ob er mal während der vergangenen Saison auf eine Anfrage von André Pawlak, dem Cheftrainer der Oberliga-Aufstiegsmannschaft, gehofft hat? „Die kam sogar“, sagt Neumann: „In der Winterpause kam er auf mich zu, ich habe allerdings abgelehnt. Das Pensum an Training wäre mir einfach zu viel gewesen.“

Übrigens: Neumann ist gar nicht unbedingt der „geborene Stürmer.“ Vielmehr hatte er jahrelang in der Verteidigung gespielt, war anschließend ins Mittelfeld gerückt - und irgendwann zum Offensiv-Mann und Torgaranten geworden.

Tatsächlich: Ein Wandervogel. In vielerlei Hinsicht.

Felix Groß



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