Toku legt den Fokus auf die Kondition

Güngör Kaya
Güngör Kaya
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Nein, auf die morgen beginnende Endrunde um die Hallen-Stadtmeisterschaft oder auf angesetzte Testspiele will Farat Toku in dieser Wintervorbereitung keine Rücksicht nehmen. „Kann ich auch gar nicht“, sagt der neue Trainer des Fußball-Regionalligisten SG Wattenscheid 09: „Denn wir müssen im Ausdauerbereich jetzt erstmal die Basis legen.“

Gestern rollte in Wattenscheid erstmals wieder der Ball nach der Winterpause und der Entlassung von Trainer Christoph Klöpper. Doch ist aktuell kaum Zeit zur Erholung, der Abstiegskampf geht ja schon am 31. Januar weiter, mit dem Nachhol-Derby gegen die U 23 des VfL. Und wie man so hört aus dem Umfeld, soll die SG-Mannschaft konditionell in keinem guten Zustand sein. Deshalb lässt Toku bis zum Start beinahe täglich trainieren.

Beim gestrigen Trainingsauftakt an der Lohrheide arbeitete die Toku-Elf gute 90 Minuten mit dem Ball und hängte dann noch eine Laufeinheit dran. „Ich fordere, dass die Jungs immer aggressiv zu Werke gehen“, so Toku, der mit den ersten Eindrücken zufrieden war. Dass sich in den nächsten Wochen jeder Spieler reinhängen wird, vermag aber auch nicht zu verwundern. Schließlich hat Toku der Mannschaft mitgeteilt, „dass die Karten völlig neu gemischt werden. Mich interessiert nicht, was war, wer mal Stammspieler war oder wer nicht. Jeder fängt bei Null an. Ich nehme keine Rücksicht auf die Vergangenheit.“

Auch bei Güngör Kaya nicht, der – wie erwartet und von der WAZ berichtet – ebenfalls wieder mittrainieren und nun seine Chance suchen darf. Kaya und Fatmir Ferati waren im September suspendiert worden, Toku begnadigte das Duo nun.