Toku hat keine Rachegelüste

Was wir bereits wissen
In der Gruppe Ctrifft Wattenscheid 09 auf Concordia Wiemelhausen. Außenseiter Werner SV und SV Altenbochum freuen sich derweil auf „Highlight-Spiele“. Hordel gegen Vorwärts, Li-Da und Querenburg

In der Gruppe C sind die Favoritenrollen zumindest auf dem Papier recht deutlich verteilt. Der Regionalligist SG Wattenscheid 09 ist mit Abstand das klassenhöchste Team und wird sicherlich den Ton in der Gruppe angeben.

Ein glatter Durchmarsch, der könnte der Mannschaft von 09-Trainer Farat Toku jedoch unter Umständen schwer fallen. Mit dem Bezirksligisten Concordia Wiemelhausen, der dem Regionalligisten noch im vergangenen September im Westfalenpokalspiel mit einem 3:2-Sieg seine Grenzen aufzeigte, haben die 09er durchaus ernsthafte Konkurrenz zu befürchten.

Rachegelüste allerdings sind Toku absolut fremd. „Von meiner Seite aus gibt es keine Spannungen. Meine Priorität liegt auf der Meisterschaft“, so der Nachfolger von Christoph Klöpper. Im Vergleich zur Vorwoche wird sein Team ein wenig verändert antreten. „Wir werden einige Spieler der Zweiten dazu holen. Wer genau spielt, das kann ich aber noch nicht sagen“, so Toku.

Die wohl stärkste Konkurrenz der Wattenscheider, die Concordia, tritt personell zwar komplett unverändert an, Trainer Jürgen Heipertz wird jedoch nicht dabei sein. Er ist im Urlaub und wird vom Sportlichen Leiter Uwe Gottschling vertreten. „Wir haben in der Vorrunde mit extrem starken Leistungen überzeugt. Natürlich wollen wir versuchen, daran anzuknüpfen“, sagt Gottschling. Das bevorstehende Wiedersehen mit den 09ern sieht Gottschling ziemlich gelassen: „Unsere Jungs freuen sich immer, wenn sie gegen einen Regionalligisten antreten können. Ich bin mir sicher, die Wattenscheider freuen sich auch auf uns.“

Die deutlichen Außenseiter der Gruppe C sind die beiden A-Ligisten und Ligakonkurrenten WSV Bochum und SV Altenbochum 01. Die Werner werden im Vergleich zur Vorwoche leicht verändert antreten. Weil Dzonatan Ramanovic (beruflich verhindert), Theodoros Chatsiioannidis und Juljan Celanji (beide angeschlagen) ausfallen, werden Markus Maxellon und Philipp Kathstede die Mannschaft auffüllen. „Ich lege viel Wert auf die Rückrunde und die Vorbereitung. In der Halle ist die Hauptsache, dass sich meine Jungs gut präsentieren“, erklärt WSV-Coach Tobias Wille.

Auch für Altenbochum ist bereits die Teilnahme an der Endrunde ein großer Erfolg. „In der Vorrunde konnten wir bereits gegen den VfL antreten. Jetzt kommen mit Wattenscheid und Wiemelhausen noch Mal zwei absolute Highlights auf uns zu“, sagt der Trainer der Altenbochumer, Thorsten Loerchner. Die zwei Gruppenbesten qualifizieren sich für die um 18.40 Uhr und 18.55 Uhr beginnenden Viertelfinals.

Rein nominell sind die Rollen allemal verteilt in Gruppe D. Spannend dürfte es – wenn es dann um die Wurst geht – aber dennoch werden. Zum einen, weil die drei Gegner des Westfalenligisten DJK TuS Hordel den Grün-Weißen allein wegen deren Klassenzugehörigkeit Paroli bieten möchten. Des Weiteren wird der TuS Querenburg als Ausrichter ohnehin hochmotiviert sein, A-Kreisligist SG Linden-Dahlhausen überstand schon im vergangenen Jahr die Zwischenrunde und schaffte es bis ins Viertelfinale. Und, zu guter Letzt: Bezirksligist Vorwärts Kornharpen spielte bereits in der Vorrunde tollen Fußball.

„Bei allem Spaß, den wir bei diesem besonderen Event haben wollen: Wir wollen am Sonntag schon noch dabei sein“, nennt Marcus Himmerich, Hordeler Co-Trainer, die Ambitionen seiner Mannschaft. Die DJK will mindestens ins Halbfinale. Allerdings wissen die Grün-Weißen auch, „dass da“, so Himmerich, „zwei Kaliber auf uns warten.“ Im Viertelfinale, wohlgemerkt. Denn in den Überkreuz-Spielen mit Gruppe C ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Gegner Concordia Wiemelhausen oder Wattenscheid 09 heißt. Im vergangenen Jahr schied Hordel mit einem 0:4 gegen den A-Kreisligisten SV Phönix aus. Im Vergleich zur Vorwoche stockt Himmerich den Kader mit Jordi Barrera und Kevin Rudolph auf.