Toku hakt 1:0 ab: „Weiter arbeiten“

Mit vereinten Kräften: Tim Boss (grünes Trikot)
Mit vereinten Kräften: Tim Boss (grünes Trikot)
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ

Es passt zu seinem Ehrgeiz, dass Farat Toku, der neue Trainer der SG Wattenscheid 09, sich nach dem überraschenden 1:0-Auftaktsieg in Oberhausen nicht allzu lange aufhalten will mit nett gemeinten Glückwünschen.

Ein paar Stunden Schlaf konnte Toku immerhin finden und dachte nach dem Aufwachen gestern Morgen dann auch direkt wieder an Samstag, an den nächsten Gegner FC Kray. Abstiegsgipfel gegen einen punktgleichen Konkurrenten: Dieses Spiel ist richtungsweisend. Deshalb fordert Toku: „Wir müssen weiter hart arbeiten.“

Dennoch, ein kurzer Blick zurück auf Dienstagabend durfte es dann doch sein. Und da lautete die Erkenntnis vor allem: Taktisch, läuferisch und kämpferisch präsentierte sich Wattenscheid stark. „Uns als Trainerteam war es schon in der Vorbereitung wichtig zu sehen, dass sich die Mannschaft kontinuierlich steigert“, erklärt Toku. Dass es nach nur vier Wochen Vorbereitung dann gleich zum Sieg reicht, sei da natürlich „umso schöner. Und dass Oberhausen in der zweiten Halbzeit keine Torchance mehr hatte, lag eher an uns als an Oberhausen.“

Insbesondere die Performance von Spielern wie Ridvan Avci, der seiner Form unter Christoph Klöpper häufig hinterher lief, darf den Wattenscheider Fans Mut machen. Zwar kam er zwei-, dreimal zu spät und hat damit beinahe für brenzlige Situationen vor dem eigenen Tor gesorgt. Doch insgesamt überzeugte der Offensivmann durch eine Klasse-Laufarbeit. Toku: „Ridvan und auch Eren Taskin haben so viel nach hinten gearbeitet, dass ihnen für vorne teilweise die Kraft gefehlt hat.“

Avci wird gegen Kray wegen seiner fünften Gelben Karte aussetzen müssen, dafür ist Burak Kaplan nach abgesessener Sperre wieder dabei. Ernsthaft verletzt hat sich in Oberhausen niemand.