Toku gibt sein Trainerdebüt bei 09

Es ist der erste Auftritt mit seinem neuen Verein: Farat Toku, der neue Trainer des Fußball-Regionalligisten SG Wattenscheid 09, tritt am Sonntag als großer Favorit mit seiner Mannschaft bei der inoffiziellen Wattenscheider Hallen-Stadtmeisterschaft in der Sporthalle der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule an. Dabei wird Toku eine Mischung aus Spielern der ersten Regionalliga- und zweiten Kreisliga-Mannschaft ins Rennen schicken.

Der Rückzug des B-Kreisligisten FSV Sevinghausen sorgte im Bezirk West zwar für eine kurzfristige Änderung des Spielmodus’, doch das soll keinesfalls zu Lasten der Attraktivität des in den letzten Jahren traditionell reizvollsten Vorrunden-Turniers gehen.

Denn aus den bislang üblichen drei Vierer-Gruppen machte Ausrichter FC Neuruhrort kurzerhand derer zwei mit sechs und fünf Mannschaften. Im Zuge dieses nun noch geballteren Spielplans gibt es noch mehr direkte Duelle. Spannung ist jetzt erst Recht garantiert, und zwar vor allem in Gruppe A.

„Die ist auch ganz sicher die schwierigere Gruppe von beiden“, sagt der Günnigfelder Trainer Thomas Baron. Mit dessen Ex-Klub und Landesliga-Konkurrent Höntrop sowie den Bezirksligisten Eppendorf und Neuruhrort sind allein drei überkreisliche und somit absolut ernstzunehmende Gegner für Günnigfeld dabei. Wer also aus diesem Quartett am Ende in die beiden Halbfinals möchte – die im Westen bisher übliche Zwischenrunde mit zwei Dreier-Gruppen entfällt wegen des Sevinghäuser Rückzugs – muss die Außenseiter FC Höntrop 80 und SF Westenfeld (beide B-Liga) definitiv aus dem Weg räumen. Baron, seit nunmehr zwei Monaten Trainer in Günnigfeld, geht das Turnier mit einem Mix aus Gelassenheit und Anspannung an. Ein festes Resultat wie beispielsweise das Erreichen der Endrunde gibt der Coach zwar nicht als Ziel aus, gleichwohl will er aber auch nicht, dass seine Mannschaft „nur Jojo spielt. Auch in der Halle kann man eine vernünftige Einstellung an den Tag legen.“ Mit Nikolaj Striewe, Marvin Fahr, Rene Giertulla oder Stefano Lombardo stehen dem Trainer jedenfalls gleichermaßen flinke wie clevere Hallen-Akteure zur Verfügung.

2014 gewann – wie fast immer mit nur einer Ausnahme in den letzten fünf Jahren – SW 08 die inoffizielle Wattenscheider Stadtmeisterschaft. Im Vorjahr musste – damals unter Bayram Kollu – ein Neunmeter-Krimi im Finale gegen die SG 09 herhalten. Der neue Coach Sergio Allievi hätte zwar kein Problem damit, wenn der Turniersieg diesmal etwas nervenschonender vonstatten ginge – würde sich aber auch nicht grämen, wenn es nichts wird mit dem Titel. „Was bringt dir ein Hallenpokal, wenn du am Ende in der Landesliga absteigst?“, fragt Allievi demonstrativ: „Diese Tradition mit den letzten Turniersiegen juckt mich relativ wenig. Klar, wir sollten uns nicht abschlachten lassen.“ Wattenscheid 08 trifft auf RW Leithe, DJK Wattenscheid (beide A-Kreisliga) und den FC Hasret Spor (B-Liga).