Toku: „Alarm machen“ beim Heimdebüt

Edeltechniker ist wieder an Bord: Ex-Profi Burak Kaplan.
Edeltechniker ist wieder an Bord: Ex-Profi Burak Kaplan.
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Farat Toku hat schon ganz gut durchschaut, welche Bedeutung seinem Heimdebüt als neuer Trainer des Fußball-Regionalligisten SG Wattenscheid 09 zukommt. Vor dem heutigen Heimspiel, vor dem Abstiegsgipfel gegen den punktgleichen FC Kray (14 Uhr, Lohrheidestadion) sagt Toku: „Wir wollen zuhause eine Festung aufbauen.“

Angesichts einer Heimbilanz von sieben Punkten aus acht Spielen gar keine so verkehrte Ansage.

Nach dem überraschenden 1:0-Erfolg in Oberhausen will Toku die „erste Euphorie“ im Umfeld und bei den stimmgewaltigen Fans nutzen. „Diese Unterstützung in Oberhausen war beeindruckend. Wir müssen aber auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Kray hat den gleichen Etat wie wir. Keiner sollte glauben, dass wir als Favorit ins Spiel gehen“, sagt Toku.

Seine Mannschaft hatte gewiss nur wenig Zeit, die ersten Wehwehchen auszukurieren, doch das klappte ganz gut. Fraglich ist einzig Neuzugang Christ Kasela Mbona, der sich bei seinem halbstündigen Einsatz in Oberhausen eine leichte Zerrung zugezogen hatte. Ridvan Avci fehlt wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt, Burak Kaplan ist dafür wieder dabei.

Doch Toku will – wie schon vor dem Oberhausen-Spiel – weder ihm noch anderen Akteuren eine Startelf-Garantie aussprechen, den Konkurrenzkampf so befeuern. Denn eigentlich liegt es ja nahe, Avci auf dem linken Flügel eins-zu-eins durch Kaplan zu ersetzen. Der Coach sagt allerdings: „Burak hat eine sehr gute Vorbereitung gespielt. Aber Nino Saka zum Beispiel macht auch viel Dampf.“

Gegen Kray, das sich in der Winterpause mit den ehemaligen RWE-Reservisten Samuel Limbasan und Benjamin Wingerter verstärkt hat, hofft Toku diesmal auf bedeutend mehr Offensivakzente. Er sagt: „Wir wollen richtig Alarm machen, denn im Moment strotzen wir vor Selbstbewusstsein.“