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Teutonia „mit dem Rücken zur Wand“

23.02.2012 | 16:02 Uhr
Teutonia „mit dem Rücken zur Wand“
Dieter Lenz’ Truppe steht gegen Menden-Lendringsen unter Zugzwang.

Die Durststrecke vom SV Teutonia Riemke scheint kein Ende zu finden. Am 10. Dezember haben die Oberliga-Handballer das letzte Mal gewonnen (32:23 gegen Hagen II). Angesichts der schlechten Tabellensituation steht die Sieben von Trainer Dieter Lenz gegen den Fünften HSG Menden-Lendringsen (Sa., 19 Uhr, Heinrich-Böll-Halle) weiter gehörig unter Druck.

Zum rettenden Ufer sind es schließlich schon vier Punkte. Den ersten Nicht-Abstiegsplatz belegt TuRa Bergkamen. Und weil der Tabellenelfte gegen den punktgleichen Abstiegskonkurrenten der Teutonia, die HSG Gütersloh spielt, verschlechtert sich die Tabellensituation im Falle einer Riemker Niederlage auf jeden Fall. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, umschreibt Lenz die Lage mit klaren Worten.

Immerhin: Im Hinspiel gewann Riemke in Menden mit 27:26, „weil die uns unterschätzt haben“, so Lenz. Diese Trumpfkarte also dürfte nun beim Rückspiel nicht mehr stechen. Mit Spielgestalter Dennis Aufermann (Schulterprobleme) fällt zudem weiter eine Korsettstange des Kaders aus - beileibe keine guten Vorzeichen, zumal bisher noch kein Vertreter auf Rückraum Mitte so wirklich überzeugt hat. Zwar gab’s zuletzt zwei hauchdünne Niederlagen mit einem Tor gegen Top-Teams - doch jetzt müssen Punkte her.

Angesichts des Tabellenstandes ist das Gastspiel der Oberliga-Handballerinnen vom SV Teutonia Riemke bei der DJK Coesfeld (Sa., 17 Uhr) sind die Rollen klar verteilt. Immerhin rangiert die Teutonia in der Tabelle fünf Punkte vor den Ostwestfalen, hat zuletzt neun von 14 möglichen Zählern gesammelt. Dennoch ist Trainer Michael Schmidtmann diesmal nicht so forsch wie sonst - was mit dem Hinspiel zusammenhängt, in dem die Riemkerinnen mit 26:30 unterlagen.

„Auch das Rückspiel könnte eine heikle Angelegenheit werden“, erinnert sich Schmidtmann unter anderem an die bulligen Rückraumspielerinnen aus Coesfeld, die beinahe eine zweistellige Zahl an Strafwürfen rausgeholt hatten. Auch mit der kompakten, schwierig zu spielenden 6:0-Deckung der Gastgeber kam die Teutonia seinerzeit überhaupt nicht zurecht.

Den Grund dafür haben Schmidtmann und sein Co-Trainer Michael Iglinski schon gefunden. Man ist inzwischen von allzu komplexen Spielzügen im aufgebauten Spiel abgerückt, will durch einfache Kreuzungsbewegungen zum Erfolg kommen. Eine Änderung, die schon in den letzten Wochen viel Positives bewirkt hat. „Diese einfachen Strukturen liegen uns. Wenn wir dann noch zu unseren Ballgewinnen und dem Tempospiel finden, sollte etwas drin sein“, so Schmidtmann, der alle Spielerinnen beisammen hat.

Felix Groß

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