Stürmischer Doppel-Erfolg für Wattenscheids Erewa

Robin Erewa vom TV Wattenscheid 01 setzte sich zweimal durch.
Robin Erewa vom TV Wattenscheid 01 setzte sich zweimal durch.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Beim Meeting in Rhede feierte Sprinter Robin Erewa vom TV Wattenscheid einen Doppelerfolg über 100 und 200 Meter.

Robin Erewa vom TV Wattenscheid 01 hat sich beim Internationalen Leichtathletik-Meeting in Rhede gleich auf beiden Sprintstrecken durchgesetzt. Die 100 Meter gewann der Deutsche Meister über 200m in 10,39 Sekunden. Und über seine Paradestrecke, die 200 Meter, hatte der Dritte der Staffel-Weltmeisterschaft in diesem Jahr mit 21,02 Sekunden die Nase vorn – und zwar ziemlich deutlich vor dem starken Leverkusener Aleixo-Platini Menga (21,37 sec).

„Normalerweise mache ich aus 10,39 über 100 Meter auch noch über 200 etwas Ordentliches, aber über 200 Meter wehte einfach ein viel zu heftiger Gegenwind“, bat Erewa um Verständnis für die Zeit. Mit 20,49 Sekunden grüßt der Wattenscheider ja seit Mitte Mai von der Spitze der deutschen Jahresbestenliste. „Das war ein Sturm bei Robins Rennen“, war sich Erewas Teamkollege Alexander Kosenkow sogar sicher.

Der Staffel-Vizeeuropameister wurde in Rhede Dritter über 100 Meter (10,44 sec) – ein Aufwärtstrend, nachdem Alexander Kosenkow zuletzt mit seinem Auftritt in Berlin ja nicht zufrieden war. „Ich bin auf dem richtigen Weg, das war für den Wind und nach der Erfahrung von Berlin ganz gut. Jetzt hoffe ich, beim nächsten Rennen eine tiefe 10,30er-Zeit anbieten zu können.“

Maximilian Ruth besteht die Generalprobe vor der U23-EM

Maximilian Ruth testete noch einmal die Form vor dem Abflug zur U23-Europameisterschaft in Estland, die vom 9. bis 12. Juli in Tallin stattfindet. 22,04 Sekunden über 200 Meter sprangen heraus; Peter Adjayi benötigte 22,06 Sekunden, Sebastian Ernst 22,09 Sekunden.

Bei den Frauen wurde die Wattenscheiderin Christina Haack Fünfte über 100 Meter (11,75 sec), Maike Dix in der Gesamtabrechnung Achte.

Über 200 Meter landeten Christine Haack (23,91 Sekunden) und Maike Dix auf den Plätzen vier und fünf.

Lisa Kurschilgen immer besser

Christina Zwirner zeigte sich auf der Stadionrunde (57,43 sec), während Wattenscheids Deutsche U23-Meisterin Janine Lins über 1500 Meter in 4:32,13 Minuten auf Rang zwei kam.

Lisa Kurschilgen gewann die Weitsprung-Konkurrenz mit der neuen Saisonbestleistung von 6,30 Metern und bei weitgehend trockenen Wetterbedingungen. „Ich bin zufrieden“, sagte die Dritte der Deutschen Hallen-Meisterschaften von Karlsruhe, „so langsam wird’s. Ich hatte sechs Wochen Rückenprobleme, dazu eine Entzündung an der Ferse. Aber es wird alles besser. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.“

Kurschilgen fehlen nur noch fünf Zentimeter für die Norm für die Deutschen Meisterschaften, bei denen der Weitsprung ja bereits am Freitagabend (24. Juli) in der Nürnberger City ausgetragen wird.

Am kommenden Sonntag will die Wattenscheiderin bei den Westdeutschen Meisterschaften in Recklinghausen den ultimativen Angriff starten: „Ich hab’ so Bock auf diesen Steg in Nürnberg!“

Ein Wettkampf als bestes Training

Insgesamt war es witterungsbedingt kein Sonntag für Top-Leistungen in Rhede – aber Wattenscheids Sprintcoach André Ernst meinte: „Man sagt ja: Wettkampf ist das beste Training. So gesehen war es nicht falsch, dass wir angetreten sind. Jetzt heißt es: Abhaken und weitermachen.“