Sina Schielke läuft wieder
26.01.2009 | 15:41 Uhr 2009-01-26T15:41:00+0100
Knapp sechs Monate nach der Geburt von Jamie beendete beim Hallensportfest in Dortmund Sina Schielke ihre Baypause. Sprinter Alexander Kosenkow verpasste nur knapp die EM-Norm.
Sprinter Alexander Kosenkow vom TV Wattenscheid 01 schrammte beim Hallensportfest des TuS Westfalia Hombruch über 60 Meter knapp an der Hallen-EM-Norm vorbei. Er benötigte in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle 6,68 Sekunden (Endlauf: 6,70 sec/Platz eins) und war mit dieser Leistung sehr zufrieden: „Wie schon über 200 Meter bei den Westfalenmeisterschaften war das mein bester Hallen-Einstieg überhaupt. Es ist ja nicht so einfach bei einem solchen Sportfest, wo zwischen Vor- und Endlauf vier Stunden liegen. Jetzt will ich bei den Deutschen Meisterschaften ein Wörtchen mitreden.” In Leipzig (21./22. Februar), sagt Kosenkow, wolle er eine „tiefe 60er-Zeit” anbieten - mindestens.
Bei den Frauen gab Sina Schielke, die ihren Saisoneinstand ursprünglich für die Westdeutschen Meisterschaften in Aussicht gestellt hatte, ihr Comeback auf der 60 Meter-Strecke. Im Finale wurde sie in 7,60 Sekunden Zweite, im Vorlauf war sie immerhin 7,50 Sekunden schnell gewesen. „Ich bin nicht super-zufrieden, aber auch nicht super-unzufrieden”, sagte die Deutsche Hallenmeisterin von 2007, die daran erinnerte, nach ihrer Babypause erst seit drei Monaten wieder im Training zu sein. Zwar zögerte sie ein wenig, angesichts der Zeit schon wieder von „Sprinten” zu reden - dennoch gab sie sich kämpferisch für den Rest der Hallensaison: „Eigentlich wollte ich nur den Vorlauf bestreiten, aber das war für mich das beste Training. Nach drei Monaten darf man noch nicht so viel erwarten. Schließlich war ich vor sechs Monaten noch schwanger. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, und ich bin gesund.” Schielke hofft, die Saison mit einer drei hinter dem Komma ausklingen lassen zu können. Und sie betont, dass sie sich im weiteren Saisonverlauf auf jeden Fall stellen wird: „Ich laufe ja nicht meilenweit hinterher.” Wichtig ist ihr aber auch die Feststellung: „Für mich ist der Sommer wichtig.”
Sebastian Ernst gewann über 200 Meter. Mit 21,18 Sekunden stellte er die deutsche Jahresbestzeit von Teamkollege Alexander Kosenkow ein: „Die Zeit ist okay, aber ich bin nicht ganz zufrieden. Dennoch war es der beste Einstieg, den ich je hatte. Am nächsten Sonntag in Leipzig sollte es weiter nach vorn gehen.” Julian Reus wurde mit 21,26 Sekunden Zweiter, Falco Lausecker Dritter (22,07 sec).
Bei den Frauen steigerte sich Esther Cremer: Sie gewann in 24,19 Sekunden. Maike Dix kam auf 24,26 Sekunden, verletzte sich aber bei ihrem Debüt im TV 01-Trikot: „Die letzten 40 Meter bin ich mehr oder weniger ins Ziel gehumpelt.”
Nach einem Besuch bei Wattenscheids Vereinsarzt Dr. Andreas Falarzik gab sie aber Entwarnung: „Es wurde zwar eine Entzündung im Rücken festgestellt, aber in spätestens zwei Wochen kann es wohl weitergehen.”
Über 400 Meter steigerte sich Hürden-Experte Thomas Goller auf 47,56 Sekunden. „Es war für mich jetzt der eigentliche 400 Meter-Einstieg. Ich bin jetzt sechs Hundertstel über meiner Hallenbestzeit, wir sind noch früh in der Saison." Goller war in Dortmund 300 Meter völlig allein gelaufen musste, und das auf Bahn zwei: „Ich kann vieles, nur keine Hallenkurven laufen.”
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