SG 09: Rumpfelf wacht rechtzeitig auf

Eren Taskin (re., hier beim 1:0-Sieg im November gegen Lotte) erzielte in Sprockhövel den Ausgleich.
Eren Taskin (re., hier beim 1:0-Sieg im November gegen Lotte) erzielte in Sprockhövel den Ausgleich.
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
„Nach 19 Einheiten können sich die Jungs jetzt mal kurz ausruhen“, erklärte der Wattenscheider Trainer Farat Toku gestern nach dem 3:3 (0:3) beim Oberligisten TSG Sprockhövel.

TSG Sprockhövel - SG Wattenscheid 09 3:3 (3:0). Am heutigen Montag gönnt der neue Wattenscheider Trainer Farat Toku seiner Elf erstmals einen trainingsfreien Tag. „Nach 19 Einheiten können sich die Jungs jetzt mal kurz ausruhen“, erklärte der Trainer gestern nach dem 3:3 (0:3) beim Oberligisten TSG Sprockhövel. Allein ein Blick auf die gestrige Personallage zeigt, dass diese Pause nicht nur gut, sondern auch Not tut. Sechs Mann fehlten Toku gestern mit Magen-Darm-Grippe, unter anderem so wichtige Stützen wie Stefan Grummel, Jules Schwadorf oder Necirwan Khalil Mohammed.

Sicherlich: Das in Kombination mit der hohen Belastung der ersten zwei Vorbereitungswochen war einer der Gründe für die schwache erste Halbzeit. Doch so uneingespielt der zusammengewürfelte Haufen auch war (u.a. standen drei A-Junioren im Kader) – das wollte Toku nicht als Ausrede für die drei klassischen Konter-Gegentore gelten lassen. „Wir waren im Tiefschlaf. Aber jeder hat den Anspruch, Regionalliga zu spielen.“

Tokus Halbzeitansprache zeigte aber Wirkung, die SG 09 trat im zweiten Durchgang klar verbessert auf. Güngör Kaya, Nino Saka und Eren Taskin markierten den Ausgleich, anschließend wäre sogar noch der Siegtreffer drin gewesen.

SG 09: Boss - Solak, Klinger, Schneider, Stahmer - Tumbul (15. Tobor), Avci (46. Taskin) - Jacobs (46. Haar), Kaplan, Saka - Kaya
Tore: 1:0 (10.), 2:0 (22.), 3:0 (35.), 3:1 Kaya (50.), 3:2 Saka (65.), 3:3 Taskin (70.)

VfL Bochum U 23 - Westfalia Rhynern 0:1 (0:0). Im zweiten Freiluft-Test nach der Winterpause musste Bochums U23 die erste Niederlage hinnehmen. Am Nachwuchsleistungszentrum zeigte der VfL gegen den SV Westfalia Rhynern defensiv zwar eine gute Partie, in der Offensive ist allerdings noch deutlich Luft nach oben. „Wir haben in dieser Woche intensiv gearbeitet, deswegen fehlte etwas die Spritzigkeit. Aber die Kompaktheit ist da, es war kein schlechtes Spiel“, sagte U23-Trainer Dimitrios Grammozis.

In der ersten Halbzeit waren beide Teams darauf bedacht, keine Chancen zuzulassen. Das gelang größtenteils, ein Leckerbissen für die Zuschauer wurde es aber nicht. Nach dem Seitenwechsel kam der VfL gegen den Oberliga-Vierten zu Chancen durch Ridvan Balci und Christian März, konnte dem Gegentreffer nach einer Ecke (70.) aber nicht mehr den Ausgleich entgegensetzen.

Das Ergebnis war für Grammozis „nicht ausschlaggebend“, vielmehr freute sich der neue U23-Trainer, dass die Mannschaft seinen Plan vom schnellen Ballgewinn immer besser umsetzt: „Wichtig ist, dass wir gegen Wattenscheid in der Regionalliga eine schlagfertige Truppe auf dem Platz haben. Jetzt müssen wir weiter an den Kleinigkeiten arbeiten.“

VfL: Benz (46. Staudt) – Koymali, Siala, Jakubowski (46. Spillmann), Cokkosan (46. Bluni) – Balci, Kurt, Zajas, de Meo (46. Marotta/65. Karazor) – Sulejmani (46. Maerz), Kulikas (46. Göttel)
Tore: 0:1 (70.)