Schwerer Schlag: DJK-Trio im Sommer nach Hassel

Schießt seine Tore ab Sommer für Hassel: Dawid Ginczek.
Schießt seine Tore ab Sommer für Hassel: Dawid Ginczek.
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Die Anzeichen verdichten sich, dass dem Westfalenligisten DJK TuS Hordel ein längerer und eventuell auch schwierig zu stemmender Umbruch bevorsteht. In der aktuellen Saison sind die Hordeler mit ihrem neuen Trainer Marco Rudnik partout nicht über das Mittelmaß hinaus gekommen, die Jugendabteilung lahmt schon seit längerer Zeit. Und nun verlassen mit den Rudolph-Brüdern Kevin sowie Patrick und Torjäger Dawid Ginczek drei Identifikationsfiguren, Leistungsträger, Hordeler Urgesteine den Klub im Sommer in Richtung SC Hassel, seines Zeichens Liga-Rivale der Grün-Weißen.

„Die Gründe liegen ja auf der Hand“, sagt der Sportliche Leiter Jörg Versen und spielt damit auf den größeren Etat der Hasseler an. Gerüchteweise war davon die Rede, dass einige Wünsche des Trios, was sportliche Verstärkungen angeht, nicht erhört wurden. Das wies Versen aber entschieden zurück. „Wir gehen ganz sicher nicht im Bösen auseinander. Nur irgendwann kann man einfach nicht mehr mithalten. Was den Etat angeht, grüßen wir in der Tabelle von unten.“ Der Sportliche Leiter versprühte dennoch demonstrativ Optimismus. Er will perspektivisch auf kontinuierliche Sponsorenakquise, auf gute Jugendjahrgänge und auf ein goldenes Händchen bei externen Transfers setzen. „Natürlich ist es nicht prickelnd, dass die drei uns verlassen. Aber ich sage auch: Dann versuchen wir jetzt halt etwas Neues. Nur das braucht eben auch Zeit.“

Derweil gewannen die Hordeler am Samstagmittag ihr Testspiel gegen den Wuppertaler SV mit 2:0, und zwar „verdient“, wie Trainer Marco Rudnik befand. Für den Spitzenreiter der Niederrhein-Oberliga und somit Regionalliga-Aufstiegsaspiranten war es bereits der letzte Härtetest vor dem Auftakt der Pflichtspielrunde, doch der ging wegen einer „sehr ordentlichen Leistung“ der Hordeler schief. Die Tore von Philipp Dragicevic (19.) und Ginczek (85.) sorgten für den Endstand. Kevin Rudolph (Pfosten) und Ron Berlinski (einmal Latte, einmal im eins-gegen-eins am Torwart gescheitert) hätten sogar für einen Kantersieg sorgen können.