Schön bescheiden bleiben

Ist in dieser Saison schon den einen oder anderen Gegenstoß gelaufen - auch in Recklinghausen? Linksaußen Andreas Driesel.
Ist in dieser Saison schon den einen oder anderen Gegenstoß gelaufen - auch in Recklinghausen? Linksaußen Andreas Driesel.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Am Sonntag um 11.15 Uhr gastiert sein Team bei der drei Punkte schlechteren HSG Vest Recklinghausen. „Wir haben Respekt vor dieser Anwurfzeit“, sagt Teutonia Riemkes Trainer Timo Marcinowski.

„Irgendwas“, sagt Timo Marcinowski „irgendwas muss ich mir da noch einfallen lassen.“ Der Trainer der Riemker Verbandsliga-Handballer spricht von der ungewohnten Anwurfzeit: Am Sonntag um 11.15 Uhr gastiert sein Team bei der drei Punkte schlechteren HSG Vest Recklinghausen. „Wir haben Respekt vor dieser Anwurfzeit“, sagt Marcinowski ehrlich: „Da sofort auf 100 Prozent zu kommen, das ist schon sehr schwierig.“

Nach dem überraschenden 26:25 gegen den OSC Dortmund, der die Tabellenspitze dann am Sonntagabend an den TuS Ferndorf II verlor, legt Marcinowski seiner Mannschaft allerdings ans Herz, bescheiden zu bleiben. „Wir dürfen jetzt nicht überheblich sein, wir müssen für jedes Spiel neu ‘ran“, warnt er – zumal er ganz genau weiß, dass die Vestischen eine ganz unangenehme Mannschaft sind. Marcinowski: „Da ist schon sehr viel Erfahrung drin. Ich kann mir vorstellen, dass sie clever auftreten.“ Mit dem quirligen Mittelmann Jörg Schomburg und Kreisläufer Alexander Tesch stehen ehemalige Gladbecker Drittligaspieler im Kader von Trainer Maik Düerkop. Talente wie Dustin Dalian peppen die Wurfgewalt aus dem Rückraum auf. Überhaupt sind die Gastgeber aktuell gut in Form, gewannen nach einer längeren Durststrecke zur Mitte der Hinrunde zuletzt zweimal, zunächst mit 14 Dalian-Toren im Derby gegen Westerholt und dann in Hattingen.

Nach einer nicht unbedingt optimalen Trainingswoche mit nur einem Torwart und Handgelenksproblemen von Mittelmann Dennis Aufermann hofft Timo Marcinowski jedenfalls darauf, „dass wir keine Prozente vermissen lassen. Denn wenn es am Ende des Spiels eng wird, hat Recklinghausen sicherlich viel Potenzial.“

Potenzial haben auch die verjüngten Oberliga-Handballerinnen der Teutonia, das haben sie in dieser Saison, der ersten kompletten unter Trainerin Andrea Surholt, schon oft genug bewiesen. Sicherlich, das 26:33 vor Wochenfrist gegen Schwitten war ein kleiner Dämpfer, doch nun geht’s mit frischem Mut zum Tabellenvorletzten DJK Coesfeld (Sa., 17 Uhr).

„Ich finde, wir sollten das Spiel gegen Schwitten jetzt auch einfach mal abhaken. Ja, da hat nichts funktioniert. Aber solche Spiele gibt es halt. Wir müssen uns berappeln“, appelliert Surholt an ihr Team: Sie wünscht sich nicht nur eine spürbare Minimierung der technischen Fehler, sondern auch viel, viel Einstellung. Die wird auch tatsächlich nötig sein bei den Coesfelderinnen, die Riemke im März 2014 noch den Schneid abkauften im beinharten Abstiegskampf. „Sie sind sehr, sehr unangenehm“, erinnert sich Surholt nur ungern an die letzte Reise zur DJK: „Eine zähe Mannschaft. Deshalb brauchen wir eine gute Abstimmung in der Abwehr. Wir sollten einfach unser Spiel spielen.“