Schimmelpilz hat Merl gestoppt
15.05.2009 | 13:54 Uhr 2009-05-15T13:54:00+0200Jetzt geht es der 800-Meter-Läuferin wieder gut
Den Winter über hatte Monika Merl immer wieder gesundheitliche Probleme, die sie unter anderem zu einem Verzicht der Deutschen Meisterschaften gezwungen hatten. Jetzt hat sich herausgestellt, dass sie, eine der erfolgreichsten deutschen 800 Meter-Läuferin der vergangenen Jahre, mit einer Geschichte zu tun hatte, die sich wie eine Horror-Story in einem reißerischen Verbrauchermagazin anhört: Schimmelpilz in der Wohnung. Die Wattenscheiderin, die unter dem Namen Monika Gradzki zahlreiche Deutsche Meistertitel gesammelt hat, war mit ihrem Mann, dem ehemaligen TV 01-Hindernisläufer Holger Merl, in eine neue Wohnung gezogen. Dann wurde sie krank: „Ich habe die Hallensaison gestrichen, alles vernünftig auskuriert. Unser Vereinsarzt Dr. Andreas Falarzik hat mich in der ganzen Zeit super beraten, immer wieder aufgebaut.” Doch Merls gesundheitliche Situation blieb angespannt, Dauerkopfschmerz inklusive.
Dann der Verdacht: Es könnte an der neuen Wohnung liegen - genauer gesagt: an Schimmel. Erkundigungen wurden eingeholt, Informationen gesammelt. Schließlich schickten die Merls eine Probe ein: „Als das Gutachten des Hygieneinstituts im Briefkasten war, ist mir doch die Kinnlade heruntergeklappt. Wir hatten in unserer Wohnung die höchste Stufe in Sachen Schimmelbefall, die es überhaupt gibt. Das steckte so richtig tief drin.”
Nachdem das Problem erkannt war, haben die Merls nicht lange gezögert: Sie sind längst ausgezogen aus ihrer Seuchen-Bude. Seit Ostern ist Monika Merl wieder richtig im Training: „Ich fühle mich fit. Auch die Kopfschmerzen sind weg. Ich bin wieder richtig motiviert.” Natürlich hat Merl noch einen Trainingsrückstand: „Ich kriege jetzt innerhalb von zwei Wochen keinen Saisoneinstieg hin. Alles hat sich nach hinten verschoben.” Bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm (4./5. Juli) möchte die Wattenscheiderin aber an der Startlinie stehen. Auch die WM in Berlin steht auf ihrem Wunschzettel: „Ich möchte noch auf den Zug aufspringen. Mir würde es reichen, wenn mich der letzte mitnehmen könnte.”
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