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Fußball - Regionalliga

RWE ist in der Lohrheide ein „willkommener Gast“

08.03.2012 | 18:39 Uhr
RWE ist in der Lohrheide ein „willkommener Gast“
Traf beim 1:1 im Hinspiel und beim 1:1 am letzten Dienstag in Düsseldorf: Kevin Freiberger. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool.

Die U23 des VfL Bochum empfängt am heutigen Freitag mit Rot-Weiss Essen einen prominenten Aufsteiger und hofft auf eine ansehnliche Kulisse.

„Rot-Weiss Essen ist ein sehr willkommener Gast, der auch ein paar Fans mitbringt. Es ist für meine Spieler schön, dass sie auch lernen, unter Druck von außen Leistung abzurufen.“ Iraklis Metaxas freut sich auf die ungewohnte Kulisse im üblicherweise nahezu leeren Lohrheidestadion, wo der prominente Aufsteiger aus der Nachbarstadt am heutigen Freitag (19 Uhr) aufkreuzen wird, um sich für die 1:4-Schlappe gegen die Gladbacher U23 zu rehabilitieren.

Beide Mannschaften haben also kürzlich gegen den neuen Regionalliga-Spitzenreiter Federn gelassen, beide liefern eine Saison mit Licht und Schatten ab und sind dementsprechend platziert. Zwar verbucht der VfL derzeit vier Punkte mehr auf der Habenseite, aber die Bochumer haben auch bereits zwei Spiele mehr absolviert als die Essener, die nach der happigen Niederlage demonstrativ den Vertrag von Trainer Waldemar Wrobel bis 2014 verlängerten. An der Hafenstraße, wo hochfliegende Pläne in den letzten Jahren reihenweise in die Tonne gekloppt werden mussten, ist eine neue Bescheidenheit eingezogen. Von Kontinuität und Entwicklung ist immer wieder die Rede. „Es ist nichts passiert. Wir haben gesagt, wir wollen um Platz neun oder zehn spielen. Das können wir immer noch erreichen“, sagt Teammanager Damian Jamro.

Der VfL muss sich zwar nicht rehabilitieren, aber doch bemühen dem durchwachsenen Auftritt am Dienstag in Düsseldorf (1:1) ein qualitativ besseres Spiel folgen zu lassen. Erneut wird dabei Profi Philipp Bönig als linker Verteidiger Spielpraxis sammeln, ebenso wie Oguzhan Kefkir. Dass Bönig dabei ist, passt ganz gut, denn Jannik Stevens bekommt eine Denkpause verordnet, in der er, so Metaxas, „seinen schulischen Verpflichtungen nachkommen soll“. Offenbar hat der 19-Jährige, im Sommer aus Mönchengladbach gekommen, geschludert.

Nicht zur Verfügung stehen Metaxas Ridvan Avci, Enes Uzun, Philipp Semlits sowie Stefan Schattauer, dessen Tage beim VfL als Talent gezählt sind. Schattauers Karriere endet bald bevor sie richtig begonnen hat - als unerfülltes Versprechen. Nicht ganz so schlimm hat es Güngör Kaya erwischt, denn der Stürmer hat immerhin 13 Saisonspiele für die Essener bestritten. Vorgestellt hatte sich Kaya das allerdings ganz anders, als er 2009 dem VfL, der ihm einen Profivertrag angeboten hatte, einen Korb gab und in Nürnberg anheuerte. Jetzt tritt er gegen den VfL II an.

Michael Eckardt

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