Riemke will ersten Sieg im neuen Jahr landen
11.03.2010 | 19:58 Uhr 2010-03-11T19:58:00+0100
Frauen-Regionalliga
Lange ist es her, dass die Handballerinnen aus dem Bochumer Norden nach einem Spiel jubeln durften. Am fünften Dezember gewann die Teutonia zu Hause gegen Nettelstedt (24:21), seither ist Riemke ohne Punkte geblieben. Gegen den Tabellenletzten aus Aachen, der in der gesamten Saison bislang nur einen Zähler ergattern konnte, soll nun wieder ein Sieg her (Samstag, 19 Uhr, Böll-Halle).
Dass Riemke allein vom Personal der DJK Aachen überlegen ist, daran bestehen kaum Zweifel. Doch die Teutonia scheiterte in den vergangenen Wochen zumeist an den eigenen Nerven und nicht am spielerischen Unvermögen, weswegen Co-Trainer Thomas Lücke fordert, „nicht beim kleinsten Rückschlag sofort den Kopf in den Sand zu stecken. Wir müssen weniger denken und mehr spielen“.
Das Trainerteam Alice Vogler und Thomas Lücke will trotz der zuletzt desolaten Auftritte die Hoffnung auf den Klassenverbleib nicht aufgegeben und greift nach dem letzten Strohhalm. „Der Glaube ist da. Wir wollen eine ordentliche Partie zeigen und endlich wieder siegen. Wir wissen, dass wir uns dafür erheblich steigern müssen“, sagt Lücke, dem jedoch klar sein dürfte, dass im Falle einer Niederlage die eh schon geringen Chancen auf den Ligaverbleib auf nahezu Null sinken würden.
Die Gespräche zwischen der Riemker Vereinsführung und dem Trainergespann Vogler/Lücke über deren Zukunft als Leiter der ersten Damenmannschaft laufen derweil schon. Ein entscheidender Faktor ist dabei, welche Spielerinnen auch in der Oberliga auflaufen würden und inwieweit das Team verstärkt werden könnte, um den direkten Wiederaufstieg anzupeilen.
Herren-Oberliga
Für Riemkes Handballer gehen die Entscheidungsspiele um den Klassenerhalt in die nächste Runde. Die gute Ausgangslage, die sich die Bochumer durch die Siege gegen Brockhagen und Bielefeld-Jöllenbeck erarbeitet haben, soll nun gegen die Eintracht Oberlübbe gefestigt werden (Samstag, 17 Uhr, Böll-Halle).
„Wir müssen die Linie aus den vergangenen Spielen halten und unser Konzept erneut konzentriert durchziehen“, fordert Trainer Dieter Lenz von seinen Spielern und mahnt: „Auch bei einem Sieg können wir uns nicht zurücklehnen - dann hätten wir nur das Nötigste getan.“
Im Hinspiel verschliefen die Riemker die Anfangsphase und spielten danach zu fehlerhaft, um Oberlübbes Führung noch einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen (21:27). Eine „reine Katastrophe“ nannte Lenz den Auftritt seiner Sieben damals. Zuletzt trat die Teutonia jedoch mit einem anderen Gesicht auf. Mit einer aufmerksamen Deckung machten sie den gegnerischen Angriffsreihen das Leben schwer, während die eigene Offensive nach Belieben traf.
Am Samstag muss Lenz allerdings auf seinen formstarken Torhüter Sven Erzfeld verzichten, den Sven Schaller ersetzen wird. „Erzfeld ist ein entscheidender Faktor in unserem Spiel. Dennoch kann ich mich auf Schaller verlassen. Er hat seine Sache immer hervorragend gemacht und hatte auch seinen Anteil am Aufstieg“, lobt Lenz.
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