Reinigendes Gewitter in Riemke
09.02.2012 | 16:52 Uhr 2012-02-09T16:52:00+0100
So etwas beruft Dieter Lenz äußerst selten ein: Unter der Woche gab’s bei den Oberliga-Handballern vom SV Teutonia Riemke eine Spielersitzung, nach dem blamablen 20:34 gegen den TuS Spenge. „Normalerweise rede ich nicht über Vergangenes - aber es gab einige Dinge, die sich aufgestaut haben. Teilweise ganz harte Sachen“, so Lenz. Unter anderem ging es um die Abgänge im Sommer, „ob vielleicht einige die Flügel hängen lassen.“
Ob das reinigende Gewitter vor dem Gastspiel beim Tabellendritten HSE Hamm (Sa., 19 Uhr) Wunder wirkt?
„Ich hoffe, dass sich die Spieler jetzt selbstkritisch hinterfragen und die Fehler nicht bei anderen suchen“, sagt Lenz. Dazu gehört dann auch: „Enthusiasmus“ und „die Liebe zum Handball“ wieder zu finden. Dinge, die der Freund des bedindungslosen Kampfes auf dem Feld sonst eher selten einfordert. Seine Spieler, die sich ohne Torwart Sven Erzfeld (beruflich verhindert) auf den Weg nach Hamm machen, fahren „als krasser Außenseiter“ dorthin, sollen sich „keine Barrieren im Kopf“ aufbauen. Nach dem Auftritt gegen Spenge ist das ausnahmsweise mal keine Tiefstapelei von Lenz.
Mit ganz viel Wut im Bauch empfangen die Oberliga-Handballerinnen vom SV Teutonia Riemke den Königsborner SV (Samstag, 19 Uhr, Heinrich-Böll-Halle).
Die Unnaerinnen belegen den letzten Tabellenplatz und holten zwei ihrer sieben Punkte gegen die Grün-Weißen. „Es war eine so unnötige Niederlage“, sagt Trainer Michael Schmidtmann, der nach dem 23:24 beim KSV noch wochenlang „rumheulte“, wie er selbst sagt. Inzwischen ist das Spiel allerdings längst abgehakt. Und weil in Riemke die Leistung seit geraumer Zeit immer besser wird, ist Schmidtmann natürlich selbstbewusst. „Wir schauen nicht auf die Königsborner Qualitäten, sondern nur auf uns. Nach Ballgewinnen wollen wir sehr schnell nach vorne spielen - und dann haben wir die“, so der Coach. Da Silvia Klaile nach langwieriger Grippe wieder komplett fit ist, kann sie in der 5:1-Deckung als vorgezogene Abwehrspielerin für Unruhe bei KSV-Angriffen sorgen. Dann, sagt Schmidtmann, richtet er den Blick in der Tabelle weiter nach oben. Schließlich sind es „nur“ noch fünf Punkte auf Platz drei. Mit dem Abstieg, das zeigt er dadurch deutlich, will er nichts zu tun haben. Obwohl es auch bis zur „roten Zone“ nur fünf Punkte sind.
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