Oldenburg wieder zu stark für die AstroStars

Kamen selten so zum Zuge wie hier: Michael Haucke und die übrigen AstroStars.
Kamen selten so zum Zuge wie hier: Michael Haucke und die übrigen AstroStars.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach einer von zwei Defensivreihen geprägten Partie verpassten die VfL AstroStars Bochum mit der 59:67-Niederlage gegen die Baskets Akademie Oldenburg den zwölften Saisonsieg.

VfL AstroStars Bochum -
Basket Akademie Oldenburg 59:67

Viertel: 9:23, 13:8, 17:16, 20:20

VfL: Sherburne (17/3), Howard (14), Korbi (6), Engel (5/1), Wenningkamp (5/1), Haucke (5), Feldmann (3/1), Abraham (2), Jasinski (2), Bals

Das junge Team der Baskets Akademie Weser Ems/Oldenburger TB war die erwartet harte Nuss. Und die VfL AstroStars konnten diese Nuss erneut nicht knacken. Nach einer von zwei Defensivreihen geprägten Partie verpassten die Bochumer mit 59:67 den zwölften Saisonsieg und mussten damit den Playoff-Einzug vertagen. „Unter dem Strich haben wir verdient verloren“, gestand VfL-Manager Hans-Peter Diehr ein.

Erst ab dem zweiten Viertel waren die AstroStars ebenbürtig. Doch da lagen sie bereits mit 9:23 hinten. Fehlender Intensität in der Verteidigung, drucklos ausgespielten Angriffen und einer dadurch bedingten schwachen Trefferquote stand eine Gästemannschaft gegenüber, die souverän ihr Spiel durchzog – und sich nach 13 Minuten sogar auf 17 Zähler (12:29) abgesetzt hatte.

Nun allerdings stellten sich die Bochumer besser auf den Konkurrenten ein. Mit einem 10:2-Finish kamen sie bis zur Pause immerhin auf neun Points (22:31) heran. Diesen Schwung brachten sie aus der Kabine wieder mit und verlängerten ihren Zwischenspurt auf 19:4. Es stand 31:33, die AstroStars waren wieder in Schlagdistanz.

„Es waren Möglichkeiten da, denn es gab einige Schlüsselszenen“, erinnerte sich Diehr nach dem Match an eine solche Situation. Julian Jasinski hätte die Aufholjagd in der 24. Minute mit dem 33:33-Ausgleich krönen können. Doch sein Dunking landete nur am Ring. Nun verloren die Bochumer kurz ihre Linie – und liefen alsbald wieder neun Zählern (31:40) hinterher.

Der letzte Abschnitt begann erneut vielversprechend. Nach einem Sololauf von Cham Korbi und zwei Freiwürfen von Felix Wenningkamp zum 43:47 waren die AstroStars zum zweiten Mal fast auf Augenhöhe. Doch Oldenburg antwortete mit fünf Punkten (43:52). Nun kam das zweite Manko, das Diehr angesprochen hatte, zum Tragen. Der ansonsten starke Ryon Howard, Raphael Bals und Michael Haucke vergaben sechs Freiwürfe am Stück, während die Gäste in dieser Phase drei von vieren zum 45:56 versenkten.

So sehr die Bochumer nun auch anrannten, die Vorentscheidung war gefallen. In der letzten Minute keimte nach einem Feldmann-Dreier und zwei Haucke-Punkten zum 57:62 noch einmal Hoffnung auf, zumal nun auch Oldenburg reihenweise an der Freiwurflinie patzte. Doch diese Fehlwürfe konnte das Gäste-Bollwerk sicher kompensieren. Am Ende stand eine Niederlage zu Buche, die immerhin zu denen gehört, die „man akzeptieren kann, weil der Gegner sehr stark war“, wie VfL-Coach Kai Schulze anerkannte, aber anmerkte: „Wir waren drei Viertel auf Augenhöhe. Das ist ein gutes Zeichen, das müssen wir mitnehmen in die nächsten Spiele.“

Die Fans feierten die Mannschaft trotz der Niederlage. Sie hatten das Team „kämpfen sehen“. Ryon Howard munterte der Support etwas auf, seine Enttäuschung verhehlte er dennoch nicht: „Wir haben 100 Prozent gegeben, die Unterstützung der Fans war gut, aber die Niederlage tut weh.“