Offensiv geht gar nichts

Die Kopfballhoheit hatten im Lohrheidestadion klar die Düsseldorfer.
Die Kopfballhoheit hatten im Lohrheidestadion klar die Düsseldorfer.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die U23 verteidigt passabel, findet im Spiel nach vorne aber kaum statt. Onur Bulut hat die einzigen beiden Chancen über 90 Minuten. Abstieg rückt näher.

VfL Bochum U23 -
Fort. Düsseldorf U23 0:2 (0:2)

VfL: Dornebusch – Niepsuj, Jakubowski, Siala, Abdat – Kurt (67. de Meo), Zajas, Gulden (79. Maerz) – Bulut, Kulikas (84. Göttel), Maria

Tore: 0:1 la Monica (36.), 0:2 Rüzgar (45.)

Die Sorgenfalten werden bei den VfL-Verantwortlichen nach der 0:2-Heimpleite gegen eine keinesfalls überragende Fortuna aus Düsseldorf immer tiefer. Die Probleme aus dem Rückrunden-Auftakt gegen RW Essen sind geblieben: Defensiv zeigten sich die Bochumer diszipliniert, dafür gelang im Spiel nach vorne über 90 Minuten fast nichts. „Man hat den Unterschied vor dem Tor erkennen können, Düsseldorf war effektiver. Wir werden weiter arbeiten“, sagte Dimitrios Grammozis.

Der U23-Trainer konnte vor 200 Zuschauern im Lohrheidestadion seine beste Elf aufbieten, bekam zusätzlich mit Felix Dornebusch, Onur Bulut und Henrik Gulden Unterstützung aus der Profiabteilung. Auch Gazi Siala und Michael Maria standen nach ihrer Nominierung für das Spiel der Profis in Karlsruhe wieder zur Verfügung.

Die erste Viertelstunde lief schleppend an: Die Düsseldorfer kamen gegen die gut geordnete VfL-Defensive nicht durch, den Bochumern fehlte im Spiel nach vorne die Präzision. Besonders die Außenspieler Onur Bulut und Michael Maria rieben sich unheimlich auf, waren viel unterwegs, am Ende aber gelang beiden zu wenig. Immerhin gehörte Bulut die einzige echte VfL-Chance der ersten Halbzeit, sein Schuss landete knapp neben dem Tor (30.).

Die Fortuna tat sich schwer gegen die zweikampfstarken Gastgeber, die auch mal etwas härter hinlangten. Man hatte das Gefühl, es stünden elf „Dimmis“ auf dem Platz. Düsseldorf kam nur nach Bochumer Fehlern zu Chancen, wie in der 13. Minute als David Niepsuj Julien Rybacki den Ball in die Füße spielte.

In der 36. Minute überwanden die Gäste den Defensivverbund des VfL dann doch: Aus abseitsverdächtiger Position brachte Kemal Rüzger die Kugel von rechts ins Zentrum, wo Spielmacher Fabio la Monica zur rechten Zeit seinen Kopf hinhielt. Kurz vor der Halbzeit legte Düsseldorf per Konter nach. Ein Querpass überwand die ganze VfL-Abwehr, Rüzgar blieb cool gegen Dornebusch: 2:0.

Der Kabinengang brachte aus Sicht der Gastgeber keine Besserung: Hinten standen die VfL-Talente sattelfest, nach vorne blieben sie zu passiv, vertändelten die Bälle oder spielten sie lang nach vorne, wo die baumlangen Innenverteidiger Dustin Bomheuer und Leander Goralski die Kopfballhoheit behielten.

Die einzige Möglichkeit hatte erneut Bulut, der an Fortuna-Keeper Robin Heller im Eins-gegen-Eins scheiterte (48.). Selbst in den Schlussminuten erspielten sich die offensiv harmlosen Bochumer nicht eine einzige Chance.

Indes wurde der Nachholtermin für die Partie gegen die SG Wattenscheid 09 bekannt gegeben: Gespielt wird am 2. April um 19.30 Uhr im Lohrheidestadion.