OB Scholz soll sich äußern

Die Entscheidung der Vereinsführung, den Lizenzantrag für die Zweitliga-Mannschaft der Frauen zurückzuziehen, ist in der Politik nicht unkommentiert geblieben. Monika Engel, OB-Kandidatin der Grünen, meint: „Das sollte man nicht einfach so hinnehmen, schließlich sponsern ja die Stadtwerke, eine hundertprozentige Stadttochter, den VfL ganz ordentlich. Und im Aufsichtsrat der Stadtwerke sitzt unsere Oberbürgermeisterin. Es wäre schön, wenn sie zu dem Thema mal Stellung beziehen würde.“

Züleyha Demir, die sportpolitische Sprecherin der Grünen im Rat, kommentiert die Entwicklung so: „Wir sehen zwar die Bemühungen um den Erhalt von fünf Teams. Die sportlichen Erfolge der ersten Damenmannschaft müssten aber entsprechend gewürdigt werden. Der angekündigte Schritt wird die anderen Frauen und Mädchen demotivieren.“

Peter Herzog, der sportpolitische Sprecher der SPD, hat einen anderen Blickwinkel: Der VfL Bochum habe seine Entscheidung nachvollziehbar begründet, so Herzog: „Zwei Damen- und drei Jugendmannschaften bleiben erhalten, es wird weiterhin Frauenfußball beim VfL geben. Das immerhin ist ein positives Signal. Das eröffnet Möglichkeiten für eine Rückkehr in die Frauen-Bundesliga, sobald es dem VfL finanziell wieder besser geht.“