Noch keine Meisterparty beim TuS Kaltehardt

Die Meisterfeier fiel aus. Aber vielleicht steigt sie ja kommenden Sonntag. Dann: Zuhause.
Die Meisterfeier fiel aus. Aber vielleicht steigt sie ja kommenden Sonntag. Dann: Zuhause.
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Was wir bereits wissen
0:5 verlor der TuS Kaltehardt beim TuS Hattingen und musste damit seine geplante Aufstiegsfeier in die Bezirksliga verschieben.

Hattingen.. So hatte sich der TuS Kaltehardt den Spieltag nicht vorgestellt. Statt mit einem Sieg die Meisterschaft frühzeitig klar zu machen, lieferte der TuS eine katastrophale Leistung gegen den TuS Hattingen ab und verlor mit 0:5. Selbst ein Remis, das für Kaltehardt zum verfrühten Bezirksliga-Aufstieg gereicht hätte, war bereits nach knapp 50 Minuten in weiter Ferne. Da auch der Verfolger WSV Bochum gewonnen hat, musste Kaltehardt schließlich ohne Meisterfeier nach Hause fahren.

Dabei fing die Partie für die zahlreich erschienenen Kaltehardt-Fans vielversprechend an. Gleich zwei Elfmeter (der erste wurde wiederholt) konnte Kaltehardts Torwart Stefan Braun in der zehnten Minute parieren. Dies hätte der Wendepunkt für die Spitzenreiter-Elf von Björn Sperber sein können. Stattdessen ging es mit einem 0:2-Rückstand in die Pause. Auch nach dem Wiederanpfiff gelang es den sonst so leistungsstarken Kaltehardt-Spielern nicht, sich hochkarätige Chancen heraus zu spielen. Stattdessen kassierte man noch drei weitere Gegentreffer. „Wir waren viel zu nervös im Spiel“, lieferte Björn Sperber die Begründung.

Kurz vor dem Schlusspfiff liefen dann noch einmal die Telefone heiß, schließlich wartete man auf das Ergebnis des WSV, aber auch das konnte keine Freude bringen. So verließ der Tabellenführer den Platz mit hängenden Kopfen und kassierte mit einer enttäuschenden Leistung gegen starke Hattinger die 0:5-Pleite. „Nächste Woche haben wir dann ein definitives Endspiel“, sagte Sperber mit Blick auf das Derby gegen den mitten im Abstiegkampf steckenden SV Langendreer 04. Sperber hatte nach dem Abpfiff vor allem eines im Sinn: „Jetzt müssen wir die Jungs wieder aufbauen, damit wir nächste Woche unser wahres Gesicht zeigen.“

WSV 06 Bochum - TuS Querenburg 1:0 (0:0). In Werne hingegen wurde gefeiert. Dass man dem Spitzenreiter die Meisterfeier versaut hat, war nicht wichtig. „Die habe ich gar nicht mehr im Blick“, gab 06-Coach Tobias Wille zu. Grund zum Feiern war der zweite Platz, der mit dem Sieg gegen Querenburg gesichert werden konnte. „Von der Geschlossenheit und der Mentalität her, war es die beste Leistung der Saison“, lobte Wille. Vor allem Andre Altmann, eigentlich für WSV II auf dem Platz, habe als Sechser einen richtig guten Job gemacht. Auch Richard „Richy“ Hashemi bekam vom Coach ein Sonderlob für die Leistung in der Abwehrkette. Aus der Sicht von TuS-Trainer Ralph Bodenburg war es ein unverdienter Sieg für Werne. „Das war keine Fußballfeinkost. Es war eigentlich ein Unentschieden-Spiel. Wir hätten nur unsere Chancen cleverer ausspielen müssen.“

Tore: 1:0 Engelbracht (55.)