Mit Schwung durch die EM
30.05.2012 | 20:18 Uhr 2012-05-30T20:18:00+0200
Für den Georgier in Diensten des TZ Bochum-Witten, Shalva Dalakishvili, war die Europameisterschaft ein voller Erfolg. Er belegte im Mehrkampf Rang 13.
Für den georgischen Nationalturner Shalva Dalakishvili war die Europameisterschaft im französischen Montpellier ein voller Erfolg. „Mein bestes Ergebnis auf einem internationalen Wettkampf“, sagte der Wahl-Bochumer nach seiner Rückkehr. Zwar kamen die Georgier als Mannschaft nur auf Rang 26 von insgesamt 28 Mannschaften, aber mit 79,964 Punkten und dem 13. Platz von allen „Sechskämpfern“ (insgesamt 26) - also von den Turnern, die an allen Geräten ihr Können unter Beweis stellen mussten - „bin ich sehr zufrieden“, erklärte er.
Als bester georgischer Turner war es an Dalakishvili, am ersten Gerät, dem Seitpferd, das Turnier für seine Farben zu eröffnen (12,733 Punkte). „Ich habe glücklicherweise durchgeturnt, das hat mir einen Schwung für den restlichen Wettkampf gegeben“, so Dalakishvili. An seinem eigentlichen Paradegerät, den Ringen, wurde ihm ein wichtiges Übungsteil nicht anerkannt – mit 12,933 Punkten erzielte er trotzdem noch eine relativ gute Wertung.
Am Sprung ging Dalakishvili auf Nummer sicher. Nach einer noch nicht restlos ausgeheilten Rückenverletzung vom letzten Weltcup in Cottbus, wählte er die leichtere Sprung-Alternative und zeigte „nur“ einen gestreckten Salto mit ganzer Schraube (14,266 Pkt.). Am Barren konnte er mit einer anspruchsvollen Übung überzeugen, die er mit einem Doppelsalto gebückt als Abgang abrundete (13,433 Pkt.).
Am Königsgerät, dem Reck, gelangen alle Flugelemente, und auch den abschließenden Doppelsalto gestreckt mit Schraube landete er im Stand. Mit 13,166 Punkten blieb Dalakisvili in dieser Disziplin aber sicherlich unter seinem Leistungspotential. Zuletzt ging es an den Boden. Auch hier zeigte Dalakishvili seine Stärken. Trotz eines erneut nicht anerkannten Elements wurde seine „schraubenreiche“ Übung mit 13,433 Punkten bewertet. „An manchen Geräten muss ich vielleicht noch sicherer werden. Insgesamt hat mich der Wettkampf aber sehr optimistisch gemacht“, resümierte er die Erfahrungen der vergangenen Tage.
Für den Vollzeit-Turner Dalakishvili ist nach diesem internationalen Highlight jedoch keineswegs Zeit für Entspannung. Neben seiner Trainertätigkeit im Bochumer Turnzentrum, startet für ihn am 29. September die Bundesliga-Saison, „auf die ich mich ab jetzt vorbereiten werde“, so Dalakishvili.
0mitdiskutieren