Medaille in Reichweite
30.07.2010 | 19:31 Uhr 2010-07-30T19:31:00+0200
Drei Wattenscheider Athleten dürfen sich nun zurücklehnen, für fünf andere ist die Leichtathletik-Europameisterschaft in Barcelona jedoch noch nicht vorbei: Am Wochenende bekommen sie die Gelegenheit, in einem der vier anstehenden Staffelwettbewerbe eine Medaille zu sichern und damit die Hoffnungen des Verbandes und des Vereins zu erfüllen. Zum ersten Mal bei dieser Europameisterschaft werden am Samstagvormittag auch Esther Cremer und Bastian Swillims an den Start gehen.
Denise Hinrichs, Jan Fitschen und Christian Glatting werden sie dabei nur anfeuern können: Die drei Sportler haben bereits alle ihre Wettkämpfe absolviert.
Mit einem Versuch über 18,48 Meter landete Denise Hinrichs auf dem achten Platz im Kugelstoßen und verpasste damit ihre Saisonbestleistung um gerade einmal 21 Zentimeter. Christian Glatting und Jan Fitschen belegten am Dienstag Platz neun und zwölf über 10000 Meter und zeigten sich mit ihren Ergebnissen zufrieden (wir berichteten).
Yasmin Kwadwo verpasste zwar am Mittwoch mit einer Zeit von 11,68 Sekunden über 100 Meter den Sprung ins Halbfinale, wird jedoch am Samstagmorgen noch einmal über dieselbe Strecke für Deutschland an den Start gehen dürfen. Zusammen mit ihren drei Landsleuten, darunter auch die EM-Gold-Gewinnerin über 100 Meter Verena Sailer, wird sie die Staffel über 4x100 Meter in Angriff nehmen. Die Aussicht auf eine Medaille steht dabei nicht schlecht.
Nachdem Sebastian Ernst noch am Donnerstagvormittag in 20,72 Sekunden über 200 Meter souverän in die nächste Runde einziehen konnte, gelang es ihm im Halbfinale nicht an diese Leistung anzuknüpfen. Mit 20,95 Sekunden kam er als Letzter seines Halbfinal-Laufes ins Ziel und blieb damit weit hinter seinen eigenen Erwartungen zurück. „Es war ein Alptraum. Das Rennen war vorne und hinten schwach“, urteilte der Sprinter nach dem Lauf. Auch Trainer Andre Ernst hatte sich mehr erhofft: „Sebastian ist überhaupt nicht ins Rennen gekommen. Bereits nach 50 Metern war das Rennen verloren.“
In der Staffel über 4x100 Meter dürfte er eine zweite Chance bekommen, seine bislang starke Saisonleistung unter Beweis zu stellen. Mit ihm wird auch sein Wattenscheider Vereinskollege Alexander Kosenkow für Deutschland an den Start gehen. Kosenkow war zuvor ins Halbfinale über 100 Meter eingezogen, verpasste jedoch die Qualifikation für das Finale über 100 Meter: Mit 10,38 Sekunden konnte er zwar seine Leistung aus der Vorrunde um sechs Hundertstel verbessern, kam letzten Endes jedoch nur als Fünfter seines Laufes ins Ziel und damit auf Platz zwölf in der Gesamtwertung.
Zwei Staffelplätze über die Stadionrunde konnten sich die deutsche Meisterin über 200 Meter, Esther Cremer, sowie der 400-Meter-Spezialist Bastian Swillims sichern. Bei ihrem ersten Start in Barcelona erhoffen sich die beiden Athleten, die Erfolgsgeschichte der deutschen Staffeln fortschreiben zu können.
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