Lotte war eine Nummer zu groß

Erzielte das einzige Tor für die SG Wattenscheid 09 in der connectM-Arena: Stürmer Güngör Kaya  (re.).
Erzielte das einzige Tor für die SG Wattenscheid 09 in der connectM-Arena: Stürmer Güngör Kaya (re.).
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Was wir bereits wissen
0:3 gegen Essen, 3:1 in Düsseldorf, 5:1 gegen Köln, jetzt das 1:4 bei den Sportfreunden Lotte. Fußball-Regionalligist SG Wattenscheid 09 stolpert in den letzten Wochen von einem Ergebnis-Extrem ins nächste.

VfL Sportfreunde Lotte -
SG Wattenscheid 09 4:1 (3:0)

SG 09: Boss - Tobor, Clever, Klinger, Kacinoglu - Kaplan (66. Stahmer), Mbona, Mohammad (50. Saka), Avci - Kaya, Taskin (60. Schneider)

Tore: 1:0 Weißenfels (14.), 2:0 Koep (16.), 3:0 Koep (28.), 4:0 Gorschlüter (64.), 4:1 Kaya (72.)

0:3 gegen Essen, 3:1 in Düsseldorf, 5:1 gegen Köln, jetzt das 1:4 bei den Sportfreunden Lotte. Fußball-Regionalligist SG Wattenscheid 09 stolpert in den letzten Wochen von einem Ergebnis-Extrem ins nächste. „Das ist ja nichts Neues für uns“, sagte Trainer Farat Toku gestern Nachmittag treffend und signalisierte damit auch: Angst vor dem nun nahenden Endspiel haben wir nicht. Genau das jedenfalls hat die SG 09 jetzt vor sich: Ein Endspiel um die Regionalliga-Zugehörigkeit im kommenden Jahr. Gegner wird der SC Wiedenbrück sein.

Vermutlich wird schon ein Unentschieden reichen, da Wattenscheid 09 zwei Punkte mehr und die deutlich bessere Tordifferenz als die Krefelder aufweist. Toku, der unermüdliche Prediger vom Glauben an sich selbst, dürfte dennoch auf Sieg spielen wollen. So wie gestern. Doch Lotte war trotz der 120 Minuten im Westfalenpokal-Finale gegen Verl am Donnerstag letztlich eine Nummer zu groß für die Toku-Elf.

Zumal Lotte ja auch genügend personelle Alternativen hat, um einzelne Stammspieler ohne Qualitätsverlust ersetzen zu können. Das ist bei Wattenscheid, das mit zwei, drei unter der Woche angeschlagenen Spielern in die Partie gegangen ist, nun einmal nicht der Fall. Allerdings: Hätten die Wattenscheider ihre wenigen hundertprozentigen Chancen zu Spielbeginn genutzt, wäre vielleicht mehr drin gewesen. Doch den indirekten Freistoß aus neun Metern nach nur 90 Sekunden pfefferte Burak Kaplan in die Lotter Abwehrbeine, kurz darauf scheiterte Güngör Kaya, späterer Torschütze zum bedeutungslosen 1:4, im Eins-gegen-Eins-Duell an SFL-Keeper Benedikt Fernandez. Die Gastgeber indes – und da lag letztlich der Unterschied – waren deutlich effizienter. Dem 0:1 ging eine „blinde“ Hereingabe voraus, die Jesse Weißenfels irgendwie ins Tor bugsierte; beim 0:2 und 0:3 kam Benedikt Koep schlicht „zu einfach“ zu seinen Treffern, so Toku. Klar, dass es nun „brutal schwer“ wurde für Wattenscheid. „Wir haben natürlich versucht, weiter nach vorne zu spielen“, so der Trainer, doch Lotte hatte kaum Probleme, den Vorsprung nun sicher zu verwalten.

In der Kabine hätten die Köpfe seiner Jungs nach dem Spiel dennoch nicht gehangen, so Toku: „Auch die Jungs wissen, dass wir alles in der eigenen Hand haben.“