09 wankt und fällt nach Kaplans „Bärendienst“

Hat sich bei der Mannschaft entschuldigt: Burak Kaplan.
Hat sich bei der Mannschaft entschuldigt: Burak Kaplan.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Am vergangenen Samstag, beim 0:3 (0:0) gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach, erwies Burak Kaplan seinen Teamkollegen der SG Wattenscheid 09 einen Bärendienst.

Bor. M’gladbach U23 -
SG Wattenscheid 09 3:0 (0:0)

SG 09: Boss – Tobor, Clever, Schneider, Kacinoglu – Kaplan, Mohammad (70. Mbona), Grummel, Oppermann (70. Saka) – Taskin (63. Avci), Kaya

Tore: 1:0 Ritter (53.), 2:0 Brandenburger (74.), 3:0 Pisano (83.)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte Burak Kaplan (50., Tätlichkeit)

Vor einer Woche, beim 0:3 gegen Kray, glänzte er noch als doppelter Vollstrecker, zirkelte einen Eckball direkt ins Tor und verwandelte einen Elfmeter sicher. Es war das Fundament für einen enorm wichtigen Sieg im Abstiegskampf.

Am Samstag aber, beim 0:3 (0:0) gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach, erwies Burak Kaplan seinen Teamkollegen der SG Wattenscheid 09 einen Bärendienst. Seine Rote Karte nach einer Tätlichkeit (50.) brachte die Mannschaft von Trainer Farat Toku gänzlich aus dem Konzept. „Es war die Schlüsselszene, der Knackpunkt“, so Toku, der „interne Konsequenzen“ ankündigte: „Dass er jetzt vier Wochen fehlt, ist natürlich eine Katastrophe. Er hat sich da provozieren lassen.“

Ritter, Brandenburger und Pisano erlegen Wattenscheid 09

Manchmal ist ja auch in Unterzahl noch etwas drin, zumindest den einen Punkt hatten die 09er zum Zeitpunkt des Platzverweises ja noch auf dem Konto. Doch Mönchengladbach, mittlerweile auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückt, erwies sich als eiskalt: Marlon Ritter, zukünftiger Borussia-Profi, traf in der 53. Minute zum 1:0. Toku riskierte kurz darauf alles, Wattenscheid fing sich anschließend noch zwei Kontertore von Nico Brandenburger und Giuseppe Pisano.

Die Entscheidung fiel also schnell, und Mönchengladbach konnte sich glücklich schätzen, in Überzahl leichtes Spiel gehabt zu haben. Denn bis zur Roten Karte war die SG 09 tonangebend, zur Pause hatten Toku und seine Elf „ein richtig gutes Gefühl“. Vor dem Tor fehlte zwar die letzte Konsequenz, sodass die Wattenscheider kaum ernsthafte Torchancen produzierten.

Mit elf Mann zeigte die SGerneut defensive Stabilität

Viel wichtiger aber, dass die 09er erneut defensive Stabilität zeigten, den Gladbachern nur zwei Torchancen nach Standardsituationen gestatteten. „Wir hatten sie sehr gut im Griff“, erklärte Farat Toku – doch Kaplans Platzverweis machte seinen Hoffnungen letztlich einen Strich durch die Rechnung.

Weiter geht’s am kommenden Samstag gegen Schalke 04 II.