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Linden setzt den Höhenflug fort

11.11.2012 | 20:15 Uhr
Linden setzt den Höhenflug fort
Zwei Torschützen auf einen Blick: Marko Bakenecker (li., Linden) und Mike Röslert (re., Höntrop).

„In der ersten Halbzeit dachte ich: Linden spielt mit einem Mann mehr“, machte Höntrops Trainer Thomas Baron in einem Satz deutlich, wie die Kräfteverhältnisse im Derby verteilt waren - bei Gleichzahl, versteht sich. Durchdachte Aktionen und kluge Spielverlagerungen sorgten für einen starken Lindener Offensiv-Lauf, der einige Standardsituationen zur Folge hatte. Derer zwei nutzte der CSV.

CSV SF Linden -
SV Höntrop 4:1 (2:0)

CSV: Sczesny; Senge, Rösner, Bakenecker, Rodriguez, Meinert, Karpec (60. Carpentier), Silva (90. Stemmermann), Streich, Stetzka (60. Lahchaychi), Cirkel

SVH: Lorek; Zander (75. Brodowski), Sadin (75. Lenze), Fahr, Ayata, Lindemann, Al Chakif, Zejewski (46. Heuser), Balsmeier, Strehlau, Röslert

Tore: 1:0 Bakenecker (20.), 2:0 Silva (30.), 2:1 Röslert (49.), 3:1 Streich (66.), 4:1 Meinert (90.)

Wer sich 90 Minuten lang gefragt hatte, warum im Landesliga-Derby zwischen dem CSV SF Linden und dem SV Höntrop so manch’ ein Pass ins Leere oder gleich zum Gegner ging, bekam die Antwort beim Betreten des Rasenplatzes in der Hei: Matsch und tiefe Löcher hüben wie drüben. Dass es, so Lindens Trainer Frank Benatelli, „ein zerfahrenes Spiel“ zweier eigentlich passicherer Mannschaften wurde, lag hauptsächlich am schlechten Untergrund. Das Beste machten die Lindener Gastgeber aus den widrigen Bedingungen: Sie gewannen verdient mit 4:1 (2:0) und bauen ihre beeindruckende Bilanz als Aufsteiger aus. Die Sportfreunde stehen inzwischen auf dem vierten Rang. 23 Punkte aus 13 Spielen sind eine wahrlich beachtliche Bilanz.

„In der ersten Halbzeit dachte ich: Linden spielt mit einem Mann mehr“, machte Höntrops Trainer Thomas Baron in einem Satz deutlich, wie die Kräfteverhältnisse verteilt waren - bei Gleichzahl, versteht sich. Die Benatelli-Elf war ab der 10. Minute absolut spielbestimmend. Durchdachte Aktionen und kluge Spielverlagerungen sorgten für einen starken Lindener Offensiv-Lauf, der einige Standardsituationen zur Folge hatte. Derer zwei nutzte der CSV.

Erst war Marko Bakenecker aus kurzer Distanz mit der Brust zur Stelle (20.), nur zehn Minuten später erhöhte Pier Luigi Bogni Silva per Kopf zum 2:0. Die Vorlagen gab jeweils Routinier Wojtek Meinert.

Nach der Pause kam Höntrop wie verwandelt aus der Kabine, setzte bei jedem Ballverlust energisch nach, wirkte frischer und kam schon in der 49. Minute zum Anschluss. Mike Röslert erzielte das 1:2 per Gewaltschuss aus 16 Metern. Linden war jetzt angeschlagen - doch was machte Höntrop? Komischerweise nichts mehr. Nur Minuten nach dem Torerfolg stellten die Gäste ihre Bemühungen weitgehend ein. „Ich dachte ja, da kommt noch ein Aufbäumen“, hatte auch Trainer Thomas Baron, der die Niederlage mit Fassung trug, mehr erwartet.

Linden nahm das dankend an, fing sich wieder und fand zu alter Stärke zurück. Mike Streich erhöhte per Kopf auf 3:1 (66.), Wojtek Meinert schloss einen Konter mit einem traumhaften Heber zum 4:1 ab. In der Zwischenzeit leistete sich der an diesem Tag ohnehin schwache Mittelfeldmann Valery Senge noch den Luxus, einen Elfmeter zu verschießen (80.).

WSV Bochum 06 -
SV Sodingen 3:1 (2:0)

WSV: Oleyniczak; Zastepinski, Ü. Sisman, Annaouar, Boudhan, Maxhuni, Gündogan (64. Fernandes), Kizilboga, Duran (85. Haß), M. Sisman (89. Arpe), D. Bittorf

Tore: 1:0 Maxhuni (13.), 2:0 Kizilboga (35.), 3:0 M. Sisman (55.), 3:1 Elbers (86.)

(Unter anderem) Maurizio Oleyniczaks gutes Gedächtnis verhalf dem Landesligisten WSV Bochum 06 zum zweiten Erfolg in dieser Saison. Gegen den Ex-Klub des Werner Torhüters gab es einen 3:1 (2:0)-Erfolg.

„Maurizio hat uns wichtige Tipps gegeben“, meinte Trainer Michael Krawczyk nach der Partie. So hatten die Gastgeber vor allem darauf geachtet, Sodingens Kapitän Sebastian Geppert und Kai Patalla permanent zu bearbeiten - mit Erfolg. „Sie kamen nie wirklich ins Spiel“, bemerkte Krawczyk. Dass Oleyniczak nicht nur ein guter Tippgeber, sondern auch ein starker Torwart ist, bewies er in der 8. Minute. Da hätte es ohne den starken Reflex des Keepers 0:1 gestanden. Ein erneuter früher Rückstand wäre wohl Gift gewesen für diese verunsicherte Mannschaft.

Nach der Großchance aber hatte Werne „das Kommando übernommen“, erkannte Krawczyk - die Tore von Valdet Maxhuni (13.), Deniz Kizilboga (35.) und Müslüm Sisman (55.) wurden allesamt herausgespielt. Krawczyk: „Dieser Sieg hatte sich unter der Woche angedeutet. Der Ball lief bei uns hervorragend, das Passspiel war sicher.“ Werne ist dennoch weiterhin Tabellenletzter.

Felix Groß



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