Lilly Adamski ist die Bundesliga-Spielerin des Jahres

Lilly Adamski ist Bundesliga-Spielerin des Jahres.
Lilly Adamski ist Bundesliga-Spielerin des Jahres.
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Was wir bereits wissen
Lilly Adamski vom Deutschen Vizemeister SV Blau-Weiß Bochum wurde vom Verband zur Bundesliga-Spielerin des Jahres gewählt.

Nach dem Saisonabschluss und Vize-Meistertitel können sich Bochums Wasserballerinnen über eine weitere Auszeichnung freuen: Lilian Francesca Adamski wurde vom Verband zur „Bundesliga-Spielerin des Jahres“ gekürt. Die 18-jährige Jung-Nationalspielerin hatte in der Saison die meisten Einzel-Berufungen als beste Akteurin eingesammelt. „Das hat sich Lilly verdient. Es spiegelt die Leistung der Kurzen wider, schon ohne ihre Tore hätten wir ein Problem gahabt“, sagt Trainer Thilo Khil.

Denn daneben landete Adamski mit 50 Treffern in der Torschützenliste mit Heidelbergs Sina van der Bosch auf einem gemeinsamen dritten Rang. „Hätte ich das gewusst, hätte ich sie noch den Fünfmeter in Uerdingen schießen lassen“, so der Coach mit Blick auf die letzte Play-Off-Partie.

Eine Trainingspause gibt es für die Blau-Weißen ab Ende Juni. Zuvor laufen noch drei Partien der Oberliga-Mannschaft (zurzeit auf Platz drei). „Wir planen im Wiesental eine kleine Abschlussfeier nach deren letztem Heimauftritt am 25. Juni“, berichtet Khil. Verabschiedet wird dann Außenspielerin Carolin Nischwitz. Die 28-Jährige und damit zuletzt Älteste des Kaders, die mit Schulterproblemen zu kämpfen hatte, hört auf. „Damit sind wir weiter im Umbruch, verjüngen uns für die kommende Saison noch einmal“, sagt der Bochumer Trainer.

Talente sollen häufiger trainieren

Erste Kandidatin, in den Bundesliga-Kreis aufzusteigen, ist Vivian Hohenstein (Jahrgang 2000). Daneben sollen die Bankspielerinnen und Talente weiterhin vor allem in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln. Traditionell wird die Vorbereitung nach den Sommerferien starten. Dabei plant Khil gerade für die Jüngeren, die Trainingsquantität zu erhöhen. Vier Einheiten im Wasser, flankiert von Trocken- und Krafttraining, schweben ihm vor.

Im Kader bleiben wird Carla Camps, die auf eigenen Wunsch bereits in der vergangenen Saison von der Torhüterin zur Feldspielerin umsattelte. „Carla ist auf jeden Fall pfeilschnell“, sagt Khil über die Spanierin und RUB-Studentin, die bereits auf ein paar Kurzeinsätze kam. Bei der Ballarbeit könne Camps jedoch noch zulegen. Zwischen den Pfosten sind die Wiesentalerinnen mit Feli Saurusajtis und U17-Auswahlspielerin Leonie Prinz gut besetzt.

Nach Verstärkung umschauen werde sich der Verein besonders in der Oberliga. „Uns sind ein paar Spielerinnen aufgefallen“, will der Blau-Weiß-Trainer nun Gespräche führen, allerdings müssten mögliche Zugänge „von der Altersstruktur ins Team passen“. Gut vorstellen könnte sich Khil auch eine „gestandene“ Gastspielerin aus dem Ausland: „Am ehesten kommt die Centerposition infrage“, sagt er.