Lenz: „Genug verloren“
03.02.2012 | 15:36 Uhr 2012-02-03T15:36:00+0100Der Druck im Abstiegskampf wird größer für die Oberliga-Herren von Teutonia Riemke, die Gegner allerdings werden nicht leichter. Mit dem TuS Spenge (Sa., 19 Uhr, Heinrich-Böll-Halle) trifft die Sieben von Trainer Dieter Lenz auf den Tabellenzweiten.
„Wir haben jetzt eigentlich genug verloren“, blickt Lenz auf die jüngste Durststrecke von drei Niederlagen zurück. Ein Aufwärtstrend war bei der 23:24-Niederlage gegen den VfL Gladbeck zwar allemal erkennbar. Einzig: Zählbares brachte es nicht. „Gegen die Top-Gegner würde ich gern zwei, drei Punkte holen“, formuliert der Coach seine Ansprüche. Er weiß: Um das Unternehmen Klassenerhalt wirklich stemmen zu können, muss auch mindestens ein Sieg gegen eine Mannschaft von oben her. „Ich will bei meinen Spielern den Optimismus sehen, dass wir so etwas schaffen können“, spricht Lenz eine für ihn ungewohnt forsche Marschroute aus. Das tut er aber nicht ohne Grund. Denn sollte es an diesem Spieltag ganz schlecht laufen für die Grün-Weißen, sind es schon fünf Punkte auf die Nicht-Abstiegsplätze - wenn man von vier Absteigern am Ende der Saison ausgeht.
Immerhin hat sich das Lazarett zuletzt etwas gelichtet: Dennis Aufermann ist nach seinen Schulterproblemen langsam auf dem Weg der Besserung, Jonathan Geukes’ Fingerverletzung ist ausgeheilt, Rückraum-Hüne Steffen Lüning (Hüftprobleme) wird sich zumindest mit aufwärmen.
Die Wochen bis zum 3. März sind für die Oberliga-Damen die „Wochen der Wahrheit“. Die nächsten vier Gegner nämlich rangieren in der Tabelle allesamt unter den Teutoninnen - gewinnt die Sieben von Michael Schmidtmann diese Duelle durchweg, dürfte der Klassenerhalt so gut wie in trockenen Tüchern sein. Zum Auftakt dieser wichtigen Spiele muss Riemke zum HSE Hamm (Sa., 17 Uhr).
Momentan sind es für die Grün-Weißen drei Punkte zur brandgefährlichen Abstiegsregion. Und im Siegfall wird das Polster nicht nur dicker - ein direkter Konkurrent ist zudem vorerst abgeschüttelt. „Wir wollen das Spiel aus der vergangenen Woche vergessen machen“, spielt Michael Schmidtmann auf die doch etwas enttäuschende 21:27-Pleite gegen das Spitzenteam aus Nettelstedt an. Das Training unter der Woche sei gut gewesen, versichert der Coach: „Alle waren da, alle waren motiviert.“ Schmidtmann weiß allerdings um die Brisanz des Spiels. „Hamm steht ja mit dem Rücken zur Wand“, sagt er: „Es wäre deshalb schön, wenn wir dort punkten könnten“, so Schmidtmann bescheiden.
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