Lektion von den „alten Hasen“

Baute in der zweiten Halbzeit im Angriff ab: Linkshänder Merlin Braithwaite.
Baute in der zweiten Halbzeit im Angriff ab: Linkshänder Merlin Braithwaite.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Nein, böse war dieser Satz ganz sicher nicht gemeint. „Da haben die alten Hasen mal wieder bewiesen, was sie können“, sagte Timo Marcinowski, Trainer der Riemker Verbandsliga-Handballer, nach der 28:33 (17:18)-Niederlage am Sonntagvormittag in Recklinghausen treffenderweise über die spielentscheidenden Akteure des Gastgebers.

HSG Vest Recklinghausen - SV Teutonia Riemke 33:28 (18:17). Nein, böse war dieser Satz ganz sicher nicht gemeint. „Da haben die alten Hasen mal wieder bewiesen, was sie können“, sagte Timo Marcinowski, Trainer der Riemker Verbandsliga-Handballer, nach der 28:33 (17:18)-Niederlage am Sonntagvormittag in Recklinghausen treffenderweise über die spielentscheidenden Akteure des Gastgebers. Rückraumspieler Markus Witkowski und Linksaußen Christian Drüppel – ganz erfahrene Leute – schenkten der Teutonia insgesamt 14 Tore ein und entschieden das Spiel damit fast im Alleingang.

„Da kam nicht viel zusammen bei uns“, haderte Marcinowski nach einer Partie, in der die Torhüter der Grün-Weißen kaum eine Hand an einen Ball bekamen, in dem die Abwehr insbesondere in der ersten Halbzeit nicht auf der Höhe war. „Eigentlich“, sagte Marcinowski, „wollten wir unter 25 Toren bleiben“, doch diese Zielsetzung war schon nach der ersten Halbzeit passé. Über 4:6, 8:9, 12:11 und 15:15 ging es mit einem 17:18 in die Halbzeit. Es war ein munterer Schlagabtausch, in dem die HSG Vest stets einen Tacken variabler, abgezockter, wacher wirkte. Im zweiten Durchgang stellte Marcinowski um, ersetzte Mittelmann Philip Speckamp durch Dennis Aufermann, zwischenzeitlich spielte Linksaußen Andreas Driesel auch mal im Rückraum. Die Krux: Riemke stand hinten nun zwar sicherer, hatte dafür aber vorne große Probleme mit der offensiveren Ausrichtung der Recklinghäuser und dem eingewechselten Daniel Schupetta.

So lief die Teutonia kontinuierlich einem Rückstand hinterher, und die Entscheidung fiel zwischen der 48. und 50. Minute: Beim Stande von 24:28 hat Riemke eine zweiminütige Überzahl, kann den Vier-Tore-Rückstand aber nicht verkürzen. Marcinowski: „Wir hatten 14 Fehlwürfe und zwölf technische Fehler. Das sind 26 verschenkte Bälle.“

SVT: Erzfeld, Stecken; Lüning (7), Driesel (6), Bouali (5/3), Braithwaite (4), Geukes (2), Kramer (2), Segatz (2), Wild, Aufermann, Speckamp, Müller

DJK Coesfeld - SV Teutonia Riemke 36:28 (18:14). Die Riemker Oberliga-Frauen kommen im neuen Jahr auch noch nicht so recht auf die Beine – gegen Kellerkind DJK Coesfeld gab’s eine ernüchternde Pleite. Nur einmal führte die Mannschaft von Andrea Surholt, als sie ein 0:3 in ein 12:10 umwandeln konnte. Doch anschließend „wurde in der Abwehr nicht richtig abgesprochen und daher waren große Lücken vorhanden“, hatte Surholt die Ursache für die Pleite schnell gefunden.

Über den Pausenstand von 14:18 zog Coesfeld zwischenzeitlich sogar auf sechs Tore davon. Die Trainiern: „Wir haben ein sehr schlechtes Spiel mit vielen Fehlern abgeliefert.“

SVT: Scheffler, Minami; Berens (7/6), Sievers (6), Kottmann (6), Klaile (5), Ißleib (2), Werner (1), Lehnen, Schäfers, Karabatic, Niggemeyer