Last-Minute-Sieg für Wattenscheid in Hordel
19.04.2009 | 20:54 Uhr 2009-04-19T20:54:00+0200Ede Buckmaier stöhnt
DJK TuS Hordel-SW Wattenscheid 08 1:2 (0:0)
Tore: 0:1 Kokoschka (64.), 1:1 Wassinger (86.), 1:2 Helfer (90.+2)
DJK TuS Hordel: Onukogu - Wilhelm, Wagener, Thormann, Sickel (70. Reckort) - Mondroch (46. Bastürk), Ballout (75. Woischnik), Stirnberg, Rudolph - Dunklau, Wassinger
SW Wattenscheid 08: Läßig - Scherreiks, Beyer (46. Kokoschka), Nowak, Schmidt - Hildebrandt, Thiers (80. Lysek), Breitenstein, Vural - Giertulla (90.+3 Aydin), Helfer
Wattenscheids Trainer „Ede” Buckmaier war nach dem ausgesprochen glücklichen Last-Minute-Sieg seiner Elf in Hordel mit den Nerven am Ende. „Wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen”, stöhnte er und wirkte dabei, als sei er alleine in den 90 Minuten an der Hordeler Heide um Jahre gealtert. Und er gab zu: „Nach dem Ausgleich habe ich nicht mehr daran geglaubt.”
Alleine war er mit dieser Einschätzung nicht. Denn die Hordeler, die erst in der 86. Minute die Gästeführung egalisiert hatten, warfen in den letzten Minuten alles nach vorne und drückten vehement auf den Siegtreffer, der aufgrund ihres Chancenplusses und der deutlich größeren Spielanteile sicher nicht unverdient gewesen wäre.
Unerfahrenheit macht sich bemerkbar
Letzten Endes aber musste die junge Mannschaft ihrer Unerfahrenheit Tribut zollen. Alle Verteidiger waren mit aufgerückt, um das 2:1 zu erzwingen, als ein einziger unnötiger Ballverlust Wattenscheid den Siegtreffer ermöglichte. René Giertulla schickte Paul Helfer auf die Reise und dieser überwand „Ike” Onukogu im Hordeler Tor zum entscheidenden 2:1, nachdem die 08er zuvor zahlreiche Konterchancen fahrlässig ausgelassen hatten.
„Klar sind wir in der Schlussphase ein hohes Risiko gegangen”, räumte Peter Both, Sportlicher Leiter bei den Grün-Weißen und seit Kurzem gemeinsam mit Peter Schönnagel auch Trainer, nach dem Schlusspfiff ein. „Aber wir wollten den Sieg unbedingt. Auch ein Punkt hätte uns nicht viel weiter gebracht.”
Viel Leerlauf vor der Schlussphase
Bevor das Aufeinandertreffen in der Schlussphase so dramatisch wurde, hatte es freilich viel Leerlauf gegeben. In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, ehe die Partie richtig Fahrt aufnahm. Zwar dominierten die Hordeler das Geschehen, schließlich aber brachte Kamil Kokoschka die Gäste in Führung, bevor Laurenz Wassinger mit seinem Ausgleich in der 86. Minute die dramatische Schlussphase einläutete.
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