Kurschilgen war einfach happy

Im Weitsprung der Frauen musste sich beim ISTAF INDOOR in Berlin Wattenscheids Sosthene Moguenara, nach wie vor Führende der Weltjahresbestenliste, mit 6,52 Metern zufriedengeben – Platz fünf. „Das war nicht gut, aber noch akzeptabel“, meinte die Deutsche Vizemeisterin von Ulm.

Direkt dahinter Wattenscheids Lisa Kurschilgen, bei der die Freude ungleich größer war. Sie sprang 6,43 Meter weit und verbesserte damit ihre bisherige persönliche Bestmarke um mehr als zehn Zentimeter. „Einfach Wahnsinn – und nur zwölf Zentimeter von der EM-Norm entfernt“, jubelte Trainer Peter Schnabel. Dabei war es für Kurschilgen wahrlich kein einfacher Wettkampf. Fünf ungültige Versuche setzte sie in den Sand. „Der Anlauf-Steg war einfach zu kurz“, erklärte sie später, „so musste ich meinen Anlauf völlig verändern. Jetzt bin ich aber natürlich total happy. Einfach krass.“

Spektakuläres Highlight in Berlin war auch bei der zweiten Auflage das Indoor-Diskuswerfen. Diesmal dabei: Daniel Jasinski, EM-Siebter von Zürich, der allerdings mit den Bedingungen nicht sonderlich gut klarkam: „Das Problem war, dass da am Ring ein Netz so tief gespannt war, dass ich immer dagegen gepfeffert habe. Aber fast alle haben da reingeworfen. Schade.“ Und so standen am Ende nur 54,20 Meter zu Buche – Platz fünf. Trotzdem: „Das Meeting war echt der Hammer. Das vielleicht beste, das ich mitgemacht habe. Hat richtig Bock gemacht.“