Khil: „Schnell vor das Tor, schnell schießen“
18.02.2010 | 22:00 Uhr 2010-02-18T22:00:00+0100
Auf die Pause folgte ein Spielabsage, dann noch eine Pause – und wieder ein Spielausfall. Erst am Samstag greifen die Wasserball-Serienmeisterinnen, die Frauen von Blau-Weiß Bochum, wieder in den Wettbewerb ein.
Das Team begibt sich zum punktlosen Schlusslicht SC Chemnitz (16 Uhr; Bad des Sportforums).
„Das passt zu dieser Saison, in der wir uns viel behelfen müssen”, sagte Thilo Khil. Bochums Trainer spielt damit auf die Trainingssituation an. Seitdem das Unibad wegen der Sanierung schloss, muss der Klub reichlich Mehraufwand betreiben und Autobahnkilometer sammeln. Mehrfach waren die Blau-Weißen in der zum Teil unfreiwilligen Spielpause Gäste bei ihrer Ex-Trainerin Ute Kopp-Kunz und ihrem Männerteam in Wuppertal.
Weil die Bochumerinnen nun noch auf zwei Hängepartien warten müssen, konnte die ebenfalls verlustpunktfreie Konkurrenz von Bayer Uerdingen Platz eins übernehmen. Besonders ärgerlich für alle Beteiligten war allerdings das wegen fehlender Schiedsrichter ausgefallene Spitzenspiel in der Bayer-Traglufthalle selbst. „Wir hätten sehr gerne gespielt”, betonte der Blau-Weiß-Coach. Zum „unsteten” Rhythmus insgesamt äußerte sich Khil so: „So richtig fängt für uns die Saison wohl erst am 1. Mai an – dann, wenn unser Wiesentalbad öffnet.”
Gutes Torverhältnis ausbauen
Zuvor geht es jedoch erst mal zum Tabellenletzten nach Sachsen, wobei die Chemnitzerinnen, bei allem Respekt, kein ernsthafter Gegner sind. Uerdingen gewann dort Ende Januar mit 23:3. Und hoch gewinnen will natürlich auch der SV Blau-Weiß. „Wir schauen weiter auf unser gutes Torverhältnis, wollen schnell vor dem Tor sein und schnell schießen”, so Thilo Khil zur Marschroute. Dabei sollen seine Wasserballerinnen mit einer offensiven Pressdeckung immer wieder zügig in Ballbesitz kommen. Das junge Chemnitzer Team (Durchschnittsalter: 22 Jahre) werde nicht geschont.
Bei Bochum wegen Grippe voraussichtlich nicht dabei sein kann Carolin Lentge. Ansonsten startet die Mannschaft gegen 9 Uhr am Wiesental-Parkplatz in Bestbesetzung Richtung Ostdeutschland.
Blau-Weiß-Männer vor weiterer hoher Hürde
Einen Monat nach der 4:21-Schlappe beim ASC Duisburg II stehen die Wasserballer von Blau-Weiß vor der nächsten hohen Hürde: Erneut wartet mit dem SV Krefeld II die „zweite Welle” eines Erstligisten auf das Bochumer Team (So., 13.30 Uhr; Aegir-Bad).
Nach der Abfuhr an der Wedau ließ Coach Frank Schumacher seine Mannen einige „Zehner-Serien” herunterreißen. Das sind jeweils 10x 100 Schwimm-Meter – unterbrochen von Liegestützen. Mit nur zwei Punkten befindet man sich mittendrin im Abstiegskampf; und auch in Krefeld dürfte es schwer werden. „Sie haben eine schnelle Mannschaft”, sagte Blau-Weiß-Sprecher Sebastian Wehner. Dort wolle sich jeder für den Bundesligakader empfehlen. „Es gilt für uns, so wenig Fehler wie möglich zu machen”, meinte Wehner, der diesmal selbst aus beruflichen Gründen nicht mitwirken kann. Timo Mast steht für ihn zwischen den Pfosten.
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