Keine „Zauberstückchen“, nur Kampf

Fasste sich ein Herz und traf ins Schwarze: Steffen Lüning (li.).
Fasste sich ein Herz und traf ins Schwarze: Steffen Lüning (li.).
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Es war ja nicht so, dass Timo Marcinowski ein Spiel dieser Qualität nicht erwartet hätte. „Danke, aber da war nix mit Zauberstückchen. Das war der pure Kampf“, sagte der Trainer des SV Teutonia Riemke, unmittelbar, nachdem er den Glückwunsch zum überraschenden 26:25 (11:11)-Sieg gegen den Tabellenführer OSC Dortmund entgegengenommen hatte.

SV Teutonia Riemke -
OSC Dortmund 26:25

SVT: Erzfeld (1.-60.), Stecken (n.e.); Lüning (6), Bouali (6/3), Braithwaite (3), Speckamp (3), Müller (2), Aufermann (2), Robert (1), Driesel (1), Kramer (1), Geukes (1), Segatz, Wild

Es war ja nicht so, dass Timo Marcinowski ein Spiel dieser Qualität nicht erwartet hätte. „Danke, aber da war nix mit Zauberstückchen. Das war der pure Kampf“, sagte der Trainer des SV Teutonia Riemke, unmittelbar, nachdem er den Glückwunsch zum überraschenden 26:25 (11:11)-Sieg gegen den Tabellenführer OSC Dortmund entgegengenommen hatte. „Wir haben die Liga jetzt nochmal spannend gemacht“, sagte Marcinowski: „Und für uns persönlich war es sehr wichtig, mit diesem Sieg aus der Pause zu kommen.“

Die Mannschaft des Tabellensechsten wirkte jedenfalls wild entschlossen, ihr größtes Manko der letzten Wochen vor dem Jahreswechsel endlich auszumerzen. Marcinowski hatte ja immer wieder fehlenden Kampfeswillen – gerade in der Defensive – angeprangert. Doch diesmal agierte Riemke aggressiv, mit guten Absprachen und hochkonzentriert. Der fast zwei Meter große OSC-Kreisläufer Ferdinand Hümmecke bekam keinen Stich gegen den resolut zupackenden Jan Segatz im Innenblock, Hans Müller auf der halbrechten Seite machte einen hervorragenden Job gegen André Bekston.

Nach bescheidenem Beginn mit 2:6-Rückstand kämpfte Riemke sich über ein 8:8 zum 11:11-Pausenstand, ehe die Teutonia gleich nach dem Wiederanpfiff auf 16:11 davonziehen konnte. In dieser Phase verwerteten die Gastgeber ihre Torchancen endlich mal konsequent, was angesichts von 16 Fehlwürfen und zehn technischen Fehlern nicht selbstverständlich war. Der OSC ließ nicht locker, glich über 22:19 auf 25:25 aus. Doch weil Steffen Lüning sich eine halbe Minute vor Schluss ein Herz fasste und ins Schwarze traf, konnte Riemke jubeln.