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Handball - Ober-/Verbandsliga

Keine Chance gegen starken ASC 09

24.02.2013 | 20:17 Uhr
Keine Chance gegen starken ASC 09
Symptomatische Szene: Riemkes André Bergermann (re.) kommt gegen Hattingens Kreisläufer Luca Kuhnhenn zu spät.Foto: Svenja Hanusch

„Ich bin enttäuscht“, sagte Herren-Trainer Timo Marcinowski nach dem Riemker 32:40 beim TuS Hattingen. Die Manndeckung der Gastgeber hatte die Teutonia überrascht - ein zehnminütiger Blackout in Halbzeit zwei entschied dann das Spiel. Die Frauen zeigen in Dortmund, dass ihnen noch einiges fehlt, um ein Spitzenteam zu sein: 27:33.

ASC 09 Dortmund -
SV Teutonia Riemke 33:27

SVT: Dietrich; Klaile (9), Tahirovic (3), Sievers (3), Lehnen (3), Krawinkel (2), Grzegorczyk (2), Güntner (2), Werner (1), Niggemeyer (1), Berens (1)

Klare Verhältnisse in Dortmund: Beim Oberliga-Spitzenreiter ASC 09 blieb eine erneute Überraschung der Handballerinnen des SV Teutonia Riemke aus. Die Mannschaft von Guido Drescher verlor 27:33 (15:18), steht deshalb nun auf dem sechsten Tabellenplatz.

Drescher hatte vor der Partie eine „gewisse Härte“ in der Defensive gefordert, seine Spielerinnen aber blieben zu zaghaft. Die Riemker Manndeckung, erst gegen eine, später dann gegen zwei Rückraumspielerinnen, riss zu viele Lücken in die Hintermannschaft. Das wusste vor allem Dortmunds starke Halbrechte Melina Fabisch auszunutzen (zwölf Tore). Nach rund einer Viertelstunde hatte sich die Teutonia zwar gefangen, Torfrau Yvonne Dietrich lief langsam heiß, und der Rückstand pendelte sich bei drei bis vier Toren ein (13:9).Nur: Wenn sich die Chance bot, aufzuschließen, versagten dem SVT im Abschluss die Nerven.

In der zweiten Halbzeit ging es ähnlich weiter, nun mit einer defensiven 6:0-Deckung und zwei Kreisläuferinnen im Angriffsspiel. Doch mit der Zeit schwanden die Kräfte. „Viele Spielerinnen waren unter der Woche krank“, so Drescher, der auch auf den unterbesetzten Rückraum verwies: „Wir sind dann nie mehr richtig ‘ran gekommen.“

Männer befinden sich weiterhin im Sinkflug

TuS Hattingen -
SV Teutonia Riemke 40:32

SVT: Erzfeld, Hahn; Eisberg (9/9), Samija (6), Bergermann (6), R. Kramer (4), Al-Youssef (3), Geukes (2), Wild (2), Schröder, Marcinowski, Werner, T. Kramer (n.e.)

Jetzt wird’s eng im Aufstiegskampf: Nach der 32:40 (18:18)-Klatsche beim TuS Hattingen, der dritten Niederlage in Folge, hat der SV Teutonia Riemke nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Platz drei. Immerhin: Verfolger OSC Dortmund, der noch mit aller Macht die Oberliga-Relegation erreichen möchte, patzte in Schwitten ebenfalls. Das war aber auch die einzige Tatsache, die Timo Marcinowskis Gemütslage noch aufhellen konnte am gestrigen Abend.

„Ich bin enttäuscht. 40 Gegentore sind eine Katastrophe. Jeder hat nur für sich gekämpft“, legte der Coach den Finger gleich in die Wunde. Die Gastgeber waren völlig überraschend mit einer kompletten Manndeckung ins Spiel gestartet. Marcinowski brachte einen siebten Feldspieler, und die Teutonia hielt sich ganz gut. „Alles im Grünen“, kommentierte Marcinowski den 18:18-Pausenstand.

Kurz danach allerdings war’s aus mit der Riemker Glückseligkeit.

Beim Stande von 27:26 (43.), eigentlich steuerte alles auf einen Showdown in einer hart geführten Partie zu, kassierten die Gäste einen 1:9-Lauf. Hektik und Kopflosigkeit bestimmten das Riemker Spiel nun mehr denn je, auch die eklatante Abschlussschwäche war in dieser Phase spielentscheidend. Marcinowski: „Wenn du so spielst, bleibst du nicht da oben. Die Jungs müssen sich jetzt aus ihrem Loch heraus buddeln.“

Felix Groß



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